Je­de Mi­nu­te gibt es 20 neue Flücht­lin­ge

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

GENF - Seit die Bal­kan­rou­te ge­schlos­sen ist und die Tür­kei für Eu­ro­pa Flücht­lin­ge auf­hält, ge­lingt es im­mer we­ni­ger Ver­trie­be­nen, sich in nach Eu­ro­pa durch­zu­schla­gen. Man könn­te fast mei­nen, die Kri­se sei vor­bei.

Doch der ak­tu­el­le Be­richt des UN-Flücht­lings­hoch­kom­mis­sa­ri­ats (UNHCR) zeich­net ein an­de­res, düs­te­res Bild: Welt­weit wa­ren im ver­gan­ge­nen Jahr 65,5 Mil­lio­nen Men­schen auf der Flucht, so vie­le wie nie zu­vor. Und ak­tu­ell kom­men je­de Mi­nu­te (!) 20 wei­te­re Flücht­lin­ge hin­zu. Das sind 28 800 neue Flücht­lin­ge pro Tag die Hälf­te da­von sind Kin­der und Ju­gend­li­che un­ter 18 Jah­ren.

Die meis­ten stam­men aus Sy­ri­en (5,5 Mil­lio­nen). Die zweit­größ­te Grup­pe kommt aus Af­gha­nis­tan (2,5 Mil­lio­nen). Am ra­san­tes­ten ver­schärf­te sich die Kri­se aber im Süd­su­dan: Dort flieht in­zwi­schen fast je­der fünf­te Bür­ger.

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