Säch­si­sches Rou­let­te

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Ju­lia­ne Mor­gen­roth

Ei­ne neue Um­fra­ge of­fen­bart in­ter­es­san­te Er­kennt­nis­se zur po­li­ti­schen Stim­mung hier in Sach­sen. Auch wenn es nur ei­ne Mo­ment­auf­nah­me ist. Das gilt ge­ra­de in den heu­ti­gen un­ru­hi­gen Zei­ten. Der po­li­ti­sche Wind kann sich ganz schnell wie­der dre­hen.

All der Streit um die Flücht­lings­po­li­tik der Kanz­le­rin scheint der­weil ver­ges­sen. Sach­sen wählt wei­ter schwarz. Die CDU be­kä­me der­zeit bei der Bun­des­tags­wahl ei­ne deut­li­che Mehr­heit. Und auch die Kanz­le­rin ist be­liebt. Nach den Vor­fäl­len ge­ra­de in Sach­sen kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit.

Gleich­zei­tig aber bleibt die AfD in Sach­sen ex­trem stark - im Ge­gen­satz zu an­de­ren Län­dern. Und dass, ob­wohl die Par­tei sich auch in Sach­sen seit Mo­na­ten vor al­lem mit sich selbst be­schäf­tig­te, durch Que­re­len und Skan­da­le Schlag­zei­len mach­te. Die­se Tat­sa­che dürf­te die an­de­ren Par­tei­en nach­hal­tig be­schäf­ti­gen.

Fe­dern las­sen müs­sen die Par­tei­en links der CDU. Linke, SPD und Grü­ne müs­sen sich jetzt neu mo­ti­vie­ren. So wie auch die CDU - denn für sie ist die Bun­des­tags­wahl kei­nes­wegs ge­ges­sen.

Es gilt, nicht über­mü­tig zu wer­den. Denn der größ­te Feind für die Par­tei­en ist der Wäh­ler, der zu Hau­se bleibt. Und die AfD? Sie bleibt we­gen ih­rer in­ner­par­tei­li­chen Skan­da­le un­be­re­chen­bar - ge­nau­so wie der Wäh­ler ... Be­richt Sei­ten 10/11

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