Letz­te Chan­ce für ra­bia­ten Ha­kim

Dro­gen, Suff und ro­he Ge­walt

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Vorm Straf­ge­setz sind al­le gleich. Das muss­te auch Ha­kim B. (32) ein­se­hen. Der Au­to­me­cha­ni­ker hat­te mit dem Spruch „Ich bin Mos­lem. Ich darf das“gleich meh­re­re Ta­ten be­gan­gen. Jetzt wur­de er ver­ur­teilt.

Im No­vem­ber 2016 hat­te der an­geb­lich in Jaf­fa ge­bo­re­ne Pa­läs­ti­nen­ser am Hal­te­punkt Nie­der­sed­litz ran­da­liert. Er riss mit dem küh­nen Spruch ei­nem 15-jäh­ri­gen das Ba­se­cap vom Kopf. Als der es zu­rück­for­der­te, würg­te er den Jun­gen. Ei­nen Freund (14), der ein­griff, schlug der Tä­ter und er­press­te drei Eu­ro. Als die Po­li­zei kam, biss Ha­kim ei­nem Be­am­ten in den Ober­schen­kel.

Im Ge­richt jam­mer­te der An­ge­klag­te, er ha­be kaum Er­in­ne­run­gen, hät­te Al­ko­hol und Dro­gen zu sich ge­nom­men. Au­ßer­dem sei er Ver­letz­ter: Seit dem Biss lei­de er an ei­nem wack­li­gen Zahn ...

Ha­kim, des­sen wah­re Her­kunft un­klar ist, lebt seit En­de 2014 in Dres­den, be­schäf­tig­te be­reits zwei Mal die Ge­rich­te (Schwarz­fah­ren). „Au­ßer­dem wur­den Sie schon zwei Mal in Kli­ni­ken ein­ge­wie­sen, weil sie voll Dro­gen und Al­ko­hol wa­ren“, zähl­te der Rich­ter auf.

„Ich schä­me mich. In der U-Haft konn­te ich nach­den­ken. Ich will doch nur in Ru­he le­ben“, so Ha­kim dar­auf­hin klein­laut. „Wir auch“, kon­ter­te der Rich­ter, der ihn zu 22 Mo­na­ten Haft ver­ur­teil­te. Die Stra­fe wur­de zur Be­wäh­rung aus­ge­setzt. Au­ßer­dem muss Ha­kim B. 100 St­un­den ge­mein­nüt­zig ar­bei­ten. sts

Ha­kim B. (32, r.) wur­de am Amts­ge­richt ver­ur­teilt.

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