Sie seh­nen sich nach Nä­he

Dresdner Morgenpost - - KINO -

Mad­dy (Amand­la Sten­berg, „Die Tri­bu­te von Pa­nem“) ist 18 Jah­re alt, darf aber nicht le­ben wie an­de­re Te­enager um sie her­um: Das Mäd­chen ist we­gen ei­ner Im­mun­krank­heit ge­zwun­gen, iso­liert in ih­rer ab­ge­schot­te­ten Woh­nung zu blei­ben. Um­so mehr sehnt sie sich da­nach, mit ih­ren Mit­men­schen und der Welt drau­ßen in Kon­takt zu kom­men.

Als sie den Nach­bars­jun­gen Ol­ly Bright (Nick Ro­bin­son, „Ju­ras­sic World“) ken­nen­lernt, wird die­se Sehn­sucht noch grö­ßer. Denn der lässt sich von ih­rer un­frei­wil­li­gen Iso­la­ti­on nicht ab­schre­cken. Ob­wohl sich die Te­enager nur durch Fens­ter ge­trennt an­schau­en und per Smart­pho­ne kom­mu­ni­zie­ren kön­nen, ent­wi­ckeln sie all­mäh­lich ei­ne im­mer stär­ke­re Zu­nei­gung. Ih­re un­ter­schied­li­che Haut­far­be ist da­bei kein The­ma. Bald set­zen sie al­les auf ei­ne Kar­te, um ein­an­der end­lich ge­gen­über­ zu­ste­hen ­ auch wenn es Mad­dy das Le­ben kos­ten könn­te.

„Du ne­ben mir“ba­siert auf ei­nem Best­sel­ler von Ni­co­la Yoon und bie­tet mehr als Herz­schmerz­Ro­man­tik. Die Chat­Kom­mu­ni­ka­ti­on wird ein­falls­reich und ori­gi­nell be­bil­dert. Nur zum Schluss ge­hen der Ins­ze­nie­rung die Ide­en aus und ei­ne ge­wag­te Wen­dung wirft die Sto­ry aus der Bahn.

Fa­zit: Sym­pa­thi­sche, aber letzt­lich kon­ven­tio­nel­le Te­en­Roman­ze über ei­ne ris­kan­te Lie­be.

Die Te­enager wa­gen, was sie nicht dür­fen: ei­ne

Be­rüh­rung.

Nach­bars­jun­ge Ol­ly rät­selt: Wer ist das Mäd­chen ne­ben­an?

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