Ge­richt er­klärt Be­cker für plei­te

Dresdner Morgenpost - - ERSTE SEITE -

LON­DON - Schwe­rer Rück­schlag für Deutsch­lands eins­ti­ges Tennis-Idol! Weil Bo­ris Be­cker (49) sei­ne Schul­den bei ei­ner bri­ti­schen Bank nicht mehr be­die­nen kann, er­klär­te ihn ein Lon­do­ner Ge­richt ges­tern Mit­tag of­fi­zi­ell für plei­te.

Schon seit 2015 ist Be­cker mit fäl­li­gen Zah­lun­gen im Rück­stand, jetzt zog die Pri­vat­bank Ar­buth­not Lat­ham & Co. vor Ge­richt. Be­ckers An­wäl­te hoff­ten zwar auf ei­nen Auf­schub, stell­ten sechs Mil­lio­nen Eu­ro aus dem Ver­kauf ei­ner Im­mo­bi­lie auf Mallor­ca in Aus­sicht. Doch zu spät, Punkt 11.23 Uhr er­klär­te Rich­te­rin Chris­ti­ne Der­rett den Deut­schen für zah­lungs­un­fä­hig. Be­grün­dung: Sie se­he nicht, wie Be­cker sei­ne Schul­den in ab­seh­ba­rer Zeit zu­rück­zah­len kön­ne.

Nach dem Ur­teil ent­schul­dig­te sich Rich­te­rin Der­rett, sie selbst sei frü­her gro­ßer Be­cker-Fan ge­we­sen. Doch auch der Hin­weis sei­ner An­wäl­te, welch gro­ßer Image­ver­lust Be­cker nun dro­he, än­der­te nichts an ih­rem Ur­teil: „Dar­über hät­te er sich vor lan­ger Zeit Ge­dan­ken ma­chen sol­len.“

Ten­nisle­gen­de Bo­ris Be­cker hat über sei­nen An­walt am Abend de­men­tiert, dass er plei­te sei.

Bo­ris Be­cker (49) An­fang Ju­ni bei den French Open in Paris. Das eins­ti­ge Tennis-Idol kann sei­ne Schul­den nicht mehr be­zah­len.

In Wim­ble­don fei­er­te Bo­ris Be­cker sei­ne größ­ten Er­fol­ge.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.