Viel zu teu­er

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Do­mi­nik Brüg­ge­mann

End­lich lie­gen die Fak­ten für ei­nen of­fe­nen Fern­seh­turm auf dem Tisch. Min­des­tens 15,5 Mil­lio­nen Eu­ro sind not­wen­dig, um wie­der auf den 252 Me­ter ho­hen Turm am Ran­de Dres­dens fah­ren zu kön­nen. So teu­er wä­re die Sa­nie­rung im al­ler­güns­tigs­ten Fall.

Das ist sehr viel Steu­er­geld, das nicht in die Sa­nie­rung des Fern­seh­turms flie­ßen soll­te!

Die Stadt hat viel drän­gen­de Pro­ble­me. Wer auf die künf­ti­gen of­fe­nen Rech­nun­gen schaut, fin­det Schu­len, Stra­ßen und So­zi­al­hil­fe auf der Dring­lich­keits­lis­te ganz oben. Der Fern­seh­turm wä­re Lu­xus, der an­de­re grund­le­gen­de Vor­ha­ben ver­hin­dert.

Wäh­rend der Bür­ger­meis­ter of­fen sagt, dass der Griff in die Steu­er­kas­se für ihn nicht in­fra­ge kommt, spe­ku­lie­ren bei der Lin­ken-Frak­ti­on of­fen­bar Fi­nanz-Fan­tas­ten: We­gen ein­ma­li­ger Steu­er­mehr­ein­nah­men sol­len gleich der Fern­seh­turm und das Sach­sen­bad sa­niert wer­den. Ei­ne so­li­de lang­fris­ti­ge Fi­nanz­pla­nung sieht an­ders aus. Auch wenn der wie­der­er­öff­ne­te Fern­seh­turm so nur ein Traum bleibt: Beim Geld­aus­ge­ben soll­te Dres­den lie­ber am Bo­den blei­ben.

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