Ma­ri­en­ber­ger Sol­da­ten sol­len Rus­sen das Fürch­ten leh­ren

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

MARIENBERG - Die NA­TO schickt Sol­da­ten aus Sach­sen nach Li­tau­en. Die ers­ten von ins­ge­samt rund 450 Sol­da­ten des Ma­ri­en­ber­ger Pan­zer­gre­na­dier­ba­tail­lons 371 wer­den En­de Ju­li an die Ost­gren­ze des NA­TO-Bünd­nis­ge­bie­tes ver­legt. Ges­tern wur­den sie of­fi­zi­ell ver­ab­schie­det.

Die Ma­ri­en­ber­ger sind der lei­ten­de Ge­fechts­ver­band, der bis Fe­bru­ar 2018 in Li­tau­en sta­tio­niert sein wird, so das Lan­des­kom­man­do Sach­sen. Auch bel­gi­sche, nie­der­län­di­sche und nor­we­gi­sche Sol­da­ten ge­hö­ren da­zu. Deutsch­land über­nimmt in Li­tau­en die Füh­rungs­rol­le. Per­so­nal und Ma­te­ri­al, et­wa Kampf­pan­zer, sol­len bis An­fang Au­gust in meh­re­ren Schrit­ten nach Li­tau­en trans­por­tiert wer­den.

Hin­ter­grund: 2016 be­schloss die NA­TO das Pro­gramm „En­han­ced For­ward Pre­sence“. Über­setzt et­wa: „ver­stärk­te Vor­ne­prä­senz“. Da­mit soll die Ost­flan­ke der NA­TO bes­ser ge­schützt wer­den. Zur Ab­schre­ckung Russ­lands sol­len auf Ro­ta­ti­ons­ba­sis mul­ti­na­tio­na­le Kampf­trup­pen mit je 1000 Sol­da­ten zu Aus­bil­dungs- und Übungs­zwe­cken in die bal­ti­schen Staa­ten und nach Po­len ver­legt wer­den. mor

Ges­tern wur­den die Sol­da­ten auf dem Ma­ri­en­ber­ger Markt­platz ver­ab­schie­det, u.a. von Staats­kanz­lei-Chef Fritz Ja­eckel (53, 2.v.l.).

Vor der Ver­le­gung nach Li­tau­en gab es ei­nen Ver­ab­schie­dungs­ap­pell. An dem Ein­satz gibt es auch Kri­tik, et­wa von den Lin­ken.

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