De Hut­zen­bos­sen läu­ten die Weih­nachts­zeit ein

Dresdner Morgenpost - - VOLKSMUSIK -

Be­reits vor gut 20 Jah­ren er­laub­ten sich „Die Klos­ter­ta­ler“, das Lied „Weih­nacht im Ju­li“zu sin­gen. Es wur­de zwar nicht ihr al­ler­größ­ter Hit, doch der Ge­dan­ke, das Weih­nachts­fest das gan­ze Jahr über zu be­ge­hen, das hat­te schon was.

In ähn­li­cher Wei­se schi­cken sich Pe­ter Kreißl (53) und Andre­as Tie­de (46) von De Hut­zen­bos­sen an, zum Wo­che­n­en­de die Weih­nachts­zeit sin­gend ein­zu­läu­ten. Aber nicht im Erz­ge­bir­ge, son­dern auf dem Dresd­ner Ne­u­markt. Di­rekt vor der Frau­en­kir­che wer­den De Hut­zen­bos­sen ein ex­tra da­für ge­schrie­be­nes Lied an­stim­men.

Pe­ter Kreißls al­ter Schul­freund Ti­no Gün­ther (54) hat­te die ver­rück­te Idee, ein hal­bes Jahr vor Hei­lig­abend ei­ne Wer­be­ak­ti­on für das Seif­fe­ner Spiel­zeug­land zu in­iti­ie­ren. „Wir wol­len in Seif­fen un­se­re Weih­nachts­zeit neu ord­nen“, er­zählt Ti­no Gün­ther. „So gibt es 2017 bei uns kei­nen Weih­nachts­markt mehr, son­dern wir wer­den ei­ne ‚Weih­nachts­welt‘ ge­stal­ten.“Das wol­len nun die Seif­fe­ner in Dres­den öf­fent­lich prä­sen­tie­ren.

Ne­ben ei­nem Mo­dell der Seif­fe­ner Kir­che sind das „Le­ben­di­ge Spiel­zeug“, die Seif­fe­ner Kur­ren­de und Berg­leu­te, zu er­le­ben. Weil ei­ne zünf­ti­ge Mu­sik­grup­pe nicht feh­len darf, spie­len De Hut­zen­bos­sen mäch­tig auf. „Das ist na­tür­lich für uns schon sehr au­ßer­ge­wöhn­lich, mit­ten im Som­mer ein Weih­nachts­lied zu in­ter­pre­tie­ren“, meint Pe­ter. „Zum Glück hat­te ich die Idee zum ‚Seif­fe­ner Spiel­zeug­ma­chel Lie­del‘ schon im Kopf.“Nun wird es auch zu hö­ren sein.

„Seif­fe­ner Weih­nachts­welt“, 23. Ju­ni, 16 Uhr, Ne­u­markt.

Ste­phan Malz­dorf

De Hut­zen­bos­sen mit ih­ren In­stru­men­ten.

Pe­ter Kreißl (53, r.) und Andre­as Tie­de (46) in Seif­fe­ner Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on.

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