Rum­dok­tern am Pro­blem

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Ju­lia­ne Mor­gen­roth

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it Blick auf die Leh­rer wur­den in Sach­sen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren vie­le Feh­ler ge­macht. Das räumt mitt­ler­wei­le auch die Staats­re­gie­rung ein. Und die SPD ent­schul­digt sich für das Ver­sa­gen der Po­li­tik.

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us­ba­den müs­sen das die Schü­ler. Mit Un­ter­richts­aus­fall, zu­sam­men­ge­leg­ten Klas­sen und Leh­rern, die kein Lehr­amt stu­diert ha­ben. Sie stel­len heut­zu­ta­ge die Mehr­zahl der Be­wer­ber!

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a, es wur­de re­pa­riert und rum­ge­dok­tert am Pro­blem. Mit mehr Geld, neu­en Stel­len, Zu­la­gen und Hö­her­grup­pie­run­gen. Doch das Pro­blem, dass es zu we­nig Be­wer­ber gibt, wird da­mit nicht ge­löst. Es wur­de bei den Stu­di­en­plät­zen zu spät nach­ge­steu­ert. Und die­se Leh­rer feh­len halt heu­te.

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azu kommt, dass die Leh­rer sich heu­te bun­des­weit aus­su­chen kön­nen und wol­len, wo sie ar­bei­ten. Und da zählt Sach­sen halt nicht un­be­dingt zu den at­trak­tivs­ten Ar­beit­ge­bern. Stich­wort Ver­be­am­tung.

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chnel­le Lö­sun­gen gibt es aber nicht, die vor Jah­ren ge­mach­ten Feh­ler las­sen sich nicht so schnell be­he­ben. Die Leh­rer sind un­zu­frie­den, El­tern und Schü­ler auch. Und das im PISASie­ger­land Sach­sen.

W

ird der Start ins neue Schul­jahr ge­lin­gen? So man­cher Kri­ti­ker pro­phe­zeit, dass es dies­mal so eng wie nie wird. Gibt es aber kei­ne Ent­span­nung, dürf­te der Lehrer­man­gel auch ein hei­ßes Wahl­kampf­the­ma wer­den ...

Be­richt Sei­ten 12/13

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