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Dresdner Morgenpost - - FUSSBALL -

kör­per­lich über­le­ge­nen Süd­ame­ri­ka­meis­ter steht die Tür zum Con­fed-Cup-Halb­fi­na­le weit of­fen. Für den Ein­zug reicht ein Punkt im letz­ten Grup­pen­spiel ge­gen Ka­me­run am Sonn­tag in Sot­schi (17.00 Uhr/ZDF) si­cher.

„Wir wuss­ten, dass sie mit viel Druck und Po­wer kom­men wür­den. Wir ha­ben das ei­ne oder an­de­re Quänt­chen Glück ge­braucht“, sag­te Tor­schüt­ze Lars St­indl. „Aber das Er­geb­nis ist nicht un­ver­dient. Wir neh­men die Er­kennt­nis mit, auch ge­gen gro­ße Geg­ner be­ste­hen zu kön­nen.“

St­indl (41.) er­ziel­te für die deut­sche Mann­schaft den Aus­gleich in ei­ner Pha­se, in der die Chi­le­nen ih­ren an­fangs noch ei­ser­nen Klam­mer­griff lo­cker­ten. Der von Bay­ern Mün­chen um­wor­be­ne Ar­senal-Stür­mer Al­exis Sán­chez (6.) hat­te den Welt­rang­lis­ten-Vier­ten nach ei­nem Feh­ler sei­nes Ver­eins­kol­le­gen Sh­ko­dran Musta­fi in Füh­rung ge­schos­sen.

Auf den Rän­gen der Ka­san-Are­na schmet­ter­ten die im Ver­hält­nis von 20:1 über­le­ge­nen chi­le­ni­schen Fans ih­re Na­tio­nal­hym­ne „Pu­ro“mit In­brunst, auf dem Platz gin­gen die Spie­ler kom­pro­miss­los drauf. Die deut­sche Mann­schaft war be­ein­druckt. Der ner­vö­se Welt­meis­ter Musta­fi ver­tän­del­te den Ball an Vi­dal, der Sán­chez ein­setz­te: Schuss, In­nen­pfos­ten, 0:1. Marc-An­dré ter Ste­gen im deut­schen Tor war oh­ne Chan­ce - und Löws For­de­rung, „in den 90 Mi­nu­ten nie zu schla­fen“, ver­ge­bens.

Die DFB-Elf ver­such­te es durch­ge­hend mit Kom­bi­na­ti­ons­spiel, war al­ler­dings un­ter Druck häu­fig un­si­cher. Ers­te Chan­cen (Ju­li­an Drax­ler/8., St­indl/15.) wa­ren Schüs­se von au­ßer­halb des Straf­raums. Auf der Ge­gen­sei­te ließ der frü­he­re Hof­fen­hei­mer Edu­ar­do Var­gas die Qu­er­lat­te er­be­ben (20.), das 0:2 lag in der Luft und wä­re wohl ent­schei­dend ge­we­sen.

Es fiel nicht - das war die Nach­läs­sig­keit der Chi­le­nen. Ka­pi­tän Drax­ler und Le­on Go­retz­ka konn­ten nun ei­ni­ge Mi­nu­ten et­was frei­er kom­bi­nie­ren, was schließ­lich Em­re Can für ei­nen klu­gen Pass auf den links durch­star­ten­den Jo­nas Hec­tor nutz­te. Des­sen Flan­ke drück­te St­indl aus sie­ben Me­tern über die Li­nie - 1:1

Die Chi­le­nen lie­ßen Deutsch­land nach der Pau­se kom­men und setz­ten nach Ball­ge­winn auf Über­fall-Fuß­ball. Der kämp­fe­risch ge­wohnt vor­bild­li­che Vi­dal war Aus­gangs- und oft auch End­punkt ei­nes je­den An­griffs. Vie­le da­von gab es nicht mehr, wie auch auf der an­de­ren Sei­te.

Lars St­indl ge­lang kurz vor der Pau­se der Aus­gleichs­tref­fer zum 1:1. Chi­les Tor­hü­ter

John­ny Her­re­ra war ge­schla­gen.

Tor­schüt­ze Lars St­indl fei­ert mit Jo­nas Hec­tor, der die Vor­ar­beit leis­te­te.

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