Rech­te Ter­ror­trup­pe mach­te nicht mal vor der Po­li­zei halt

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Die Freie Ka­me­rad­schaft Dres­den (FKD): Ro­bert S. (19) und Flo­ri­an N. (27) müs­sen sich we­gen Bil­dung ei­ner kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung und schwe­ren Land­frie­dens­bruchs als ers­te aus der Trup­pe ver­ant­wor­ten.

„Es ging der FKD dar­um, Flücht­lin­ge und An­ders­den­ken­de zu be­kämp­fen, ein­zu­schüch­tern und in Angst zu ver­set­zen. Flücht­lin­ge soll­ten da­zu ge­bracht wer­den, Deutsch­land zu ver­las­sen“, so der Staats­an­walt.

So über­fiel der Trupp di­ver­se Flücht­lings­hei­me in Dres­den und Hei­denau mit Böl­lern und St­ei­nen. Weil die Po­li­zei in Hei­denau so ei­nen An­griff un­ter­band, rück­te die KFD „aus Ra­che“tags drauf er­neut an, griff die Be­am­ten an.

Auch in Leip­zig-Con­ne­witz misch­te die FKD mit, als der rech­te Mob ran­da­lier­te. Als „Klei­ne Bür­ger­wehr“in Dres­den auf dem Stadt­fest ver­prü­gel­ten die Tä­ter Flücht­lin­ge am Elb­ufer.

Laut An­kla­ge war Ro­bert S. im­mer vorn da­bei, schlug oft zu. Flo­ri­an N. fuhr Flucht­au­tos, or­ga­ni­sier­te Böl­ler oder kauf­te Sturm­hau­ben für die Mit­tä­ter.

Im No­vem­ber 2016 wur­de die FKD aus­ge­ho­ben, mut­maß­li­che Tä­ter ka­men in Haft. Weil Ro­bert S. und Flo­ri­an N. bei den Er­mitt­lun­gen be­reits ge­stän­dig wa­ren, wird nun zu erst ge­gen sie ver­han­delt. Ur­teil Mit­te Ju­li. sts

Ro­bert S. (19) stand bei man­chen Ta­ten be­reits

un­ter Be­wäh­rung.

Flo­ri­an N. (27) mach­te schon im Er­mitt­lungs­ver­fah­ren An­ga­ben zu den Ta­ten.

Für den Auf­takt ge­gen die Freie Ka­me­rad­schaft Dres­den gab es am Land­ge­richt Dres­den ver­schärf­te Ein­lass­kon­trol­len am Saal.

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