U-Bahn-Tre­ter nennt Mo­ti­ve für bru­ta­le Atta­cke

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

BER­LIN - Im ers­ten An­lauf platz­te der Pro­zess ge­gen den bru­ta­len U-Bahn-Tre­ter Sve­tos­lav S. (28): Doch seit ges­tern nun steht der Bul­ga­re vor Ge­richt. Gleich zu Be­ginn ge­stand er die wi­der­li­che Atta­cke auf die jun­ge Frau (27) am U-Bahn­hof Her­mann­stra­ße im letz­ten Ok­to­ber.

Aber: „Ich kann mich je­doch nicht dar­an er­in­nern, wie es da­zu kam“, ließ der An­ge­klag­te, der seit De­zem­ber in U-Haft sitzt, von sei­nem Ver­tei­di­ger er­klä­ren. Erst durch die öf­fent­li­che Fahn­dung nach ihm sei er auf sei­ne Tat auf­merk­sam ge­wor­den.

Und S. nennt Grün­de: Er ha­be in der Tat­nacht ne­ben Bier und Wod­ka auch Ha­schisch, Crys­tal Meth und Ko­ka­in kon­su­miert, zu­dem ha­be er Streit mit sei­nem Bru­der und sei­ner Frau ge­habt.

Sve­tan­ka M. (27), mit der S. drei Kin­der hat, sag­te ges­tern als ers­te Zeu­gin aus: „Er war ein ganz lie­ber Mensch. Bis zu sei­nem Au­to­un­fall 2008, bei dem er schwer am Kopf ver­letzt wur­de.“Seit­dem sei er schnell ag­gres­siv, neh­me Dro­gen und trin­ke viel.

Sve­tos­lav S. muss sich zu­dem we­gen ex­hi­bi­tio­nis­ti­scher Hand­lun­gen ver­ant­wor­ten. Er soll sich zwei Wo­chen vor der U-Bahn-Atta­cke auf der Stra­ße vor drei Frau­en ent­blößt und mas­tur­biert ha­ben. Da­zu schwieg er ges­tern.

U-BahnT­re­ter Sve­tos­lav S. (28) ver­steckt sich zum Pro­zess­auf­takt fei­ge hin­ter ei­ner Ak­ten­map­pe.

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