Al­lein zu Haus

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von Tho­mas Sch­mitt

O

b es bei die­sem The­ma wirk­lich nur um die Sa­che geht? Das Hick­hack um die Ehe für al­le ist Wahl­kampf pur: Kaum hat­te die Kanz­le­rin in ih­rem po­li­ti­schen Co­m­ing-out die Par­tei­li­nie ein we­nig ver­las­sen, um ih­rem Kon­kur­ren­ten ei­nen Tag nach dem SPD-Par­tei­tag den Wind aus den Se­geln zu neh­men, ma­chen die Ge­nos­sen Mer­kel Druck.

S

chulz und sei­ne So­zi­al­de­mo­kra­ten ver­su­chen, auf die­se Art die Uni­on vor sich her­zu­trei­ben. Wirk­lich punk­ten lässt sich in­halt­lich mit dem The­ma gleich­ge­schlecht­li­che Ehe nicht. Aber es sorgt für reich­lich Dis­so­nan­zen in­ner­halb von CDU und CSU.

B

ei­de sind kei­ne Par­tei­en der Mo­der­ne und der ge­sell­schaft­li­chen Mo­der­ni­sie­rung, wie die gan­ze De­bat­te zeigt. Mit den Vor­be­hal­ten der Kon­ser­va­ti­ven sind CDU/CSU laut Li­be­ra­len-Chef Lind­ner ge­gen­über ei­ner ge­sell­schafts­po­li­ti­schen Rea­li­tät al­lein zu Hau­se. Mer­kel kon­tert den SPD-Vor­stoß, in­dem sie den Frak­ti­ons­zwang für das Vo­tum im Bun­des­tag auf­hebt. Die Alt­ba­cke­nen ih­rer Par­tei wird die

CDU-Che­fin da­mit nicht über­zeu­gen.

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