Wahl­kampf nicht oh­ne Kon­fron­ta­ti­on

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

BERLIN - Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (62, CDU) wird nach An­sicht des Wahl­for­schers Mat­thi­as Jung (60) in die­sem Bun­des­tags­wahl­kampf nicht an der Kon­fron­ta­ti­on mit dem po­li­ti­schen Geg­ner vor­bei­kom­men. Man kön­ne das Kon­zept der so­ge­nann­ten asym­me­tri­schen De­mo­bi­li­sie­rung, mit dem man 2009 und 2013 er­folg­reich ge­we­sen sei, nicht ein­fach wie­der­ho­len, sag­te der Chef der For­schungs­grup­pe Wah­len: „Weil ja auch die Kanz­le­rin nicht mehr über al­len Was­sern schwebt, son­dern durch das Auf­kom­men der AfD, die Flücht­lings­po­li­tik und beim The­ma In­ne­re Si­cher­heit sehr po­la­ri­sie­rend wahr­ge­nom­me­ne Po­si­tio­nen vor­han­den sind. Von da­her ist so ei­ne prä­si­den­ti­el­le Po­si­tio­nie­rung der Kanz­le­rin heut­zu­ta­ge nicht mehr mög­lich.“

2009 ge­lang es der Uni­on, aus der GroKo her­aus mit ei­nem ein­lul­len­den Wahl­kampf Wäh­ler von der SPD fern­zu­hal­ten - Jung hat­te die Stra­te­gie da­mals als asym­me­tri­sche De­mo­bi­li­sie­rung ge­tauft.

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