An­schlag auf Gem­kow-Haus Pro­zess ge­gen St­ei­ne­wer­fer

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

LEIP­ZIG - Am 24. No­vem­ber 2015 än­der­te sich das Le­ben von Sach­sens Jus­tiz­mi­nis­ter Se­bas­ti­an Gem­kow (38, CDU) und sei­ner Fa­mi­lie schlag­ar­tig. Nachts flo­gen St­ei­ne durch die Fens­ter ih­rer Leip­zi­ger Woh­nung, an­schlie­ßend zer­barst ein But­ter­säu­re-Glas. Die Fa­mi­lie wur­de aus dem Schlaf ge­ris­sen, die Ge­schos­se ver­fehl­ten knapp ein Kind. Die Gem­kows flüch­te­ten aus der Woh­nung, kehr­ten nie wie­der zu­rück.

Für den An­schlag sol­len zwei Män­ner aus dem rech­ten Mi­lieu ver­ant­wort­lich sein. Die Staats­an­walt­schaft hat Tho­mas K. und Ro­man W. (bei­de 30) we­gen ver­such­ter ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung und Sach­be­schä­di­gung an­ge­klagt. Das Amts­ge­richt ließ die An­kla­ge jetzt zur Haupt­ver­hand­lung zu. Am 7. Au­gust be­ginnt der Pro­zess, am 14. Au­gust ist der Mi­nis­ter als Zeu­ge ge­la­den.

Of­fen­bar wur­den die Gem­kows Op­fer ei­ner Ver­wechs­lung. Den Er­mitt­lun­gen zu­fol­ge galt der An­schlag ei­nem lin­ken Mo­de-La­bel, des­sen Büro im Nach­bar­haus an die Woh­nung der Fa­mi­lie grenz­te. -bi.-

Sicht­lich er­schüt­tert steht Se­bas­ti­an Gem­kow nach dem An­schlag in sei­ner Woh­nung und dis­ku­tiert mit Po­li­zis­ten.

Jus­tiz­mi­nis­ter Se­bas­ti­an Gem­kow (38, CDU) wird am zwei­ten Pro­zess­tag als Zeu­ge ge­hört.

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