Die­se Be­trü­ge­rin prell­te den Fuß­ball­ver­ein ih­res Soh­nes

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN & UMGEBUNG -

Ver­eins­kas­sen sind oh­ne­hin im­mer klamm. Um­so schlim­mer, dass An­ni­na H. (47) sich da­von auch noch 329 Eu­ro in die ei­ge­ne Ta­sche steck­te. Die mehr­fach vor­be­straf­te Be­trü­ge­rin stand mal wie­der vorm Amts­rich­ter.

Die Fuß­fall­ju­gend vom SV He­li­os 24 soll­te Weih­nach­ten 2015 neue Tri­kots und Ta­schen be­kom­men. Pfle­ge­hel­fe­rin An­ni­na, de­ren Sohn dort kick­te, soll­te al­les be­stel­len. Aber die fünf­fa­che Mut­ter or­der­te nur Ta­schen, steck­te sich das „Rest­geld“ein und ver­trös­te­te den Ver­ein mit Lü­gen.

Ähn­lich dreist ging sie mit ei­nem Be­kann­ten um. Sie über­re­de­te ihn, Kla­mot­ten ei­nes Ver­sand­hau­ses zu ihm lie­fern zu las­sen. „Sie sag­te, da­mit ih­re neu­gie­ri­ge Toch­ter nichts mit­be­kommt. Es wä­re ei­ne Über­ra­schung“, so der Freund. Doch An­ni­na gab frech sei­ne Adres­se als Rech­nungs­und Lie­fe­ran­schrift an. Folg­lich be­kam er Mah­nun­gen über ei­ne Rech­nung von 248 Eu­ro.

Die An­ge­klag­te ge­stand, hat in­zwi­schen die Schä­den wie­der gut­ge­macht. Rich­ter Rai­ner Ger­ards (56) ver­don­ner­te sie zu 3 000 Eu­ro Stra­fe und er­klär­te: „Wä­re der Fall zeit­nä­her ver­han­delt wor­den, hät­te es bei den vie­len Vor­stra­fen ei­ne Haft ge­ge­ben!“An­ni­na H. be­teu­er­te klein­laut: „Ich ma­che das nie wie­der. Mein Mann hat mir mit Schei­dung ge­droht. Der ist Kri­mi­nal­be­am­ter ...“sts

Kam - laut Rich­ter - letzt­ma­lig mit ei­ner Geld­stra­fe da­von. An­ni­na H. (47) be­trog zum wie­der­hol­ten Mal.

Die Ju­gend­mann­schaft des SV He­li­os 24 war­te­te ver­geb­lich auf neue Tri­kots.

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