Wir­bel um Pu­tins Di­plo­ma­ten-Raus­wurf

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

MOS­KAU - Es ist ei­ne spek­ta­ku­lä­re Ver­gel­tungs­maß­nah­me: Nach den an­ge­kün­dig­ten US-Sank­tio­nen ge­gen Mos­kau fa­ckelt Kreml­chef Wla­di­mir Pu­tin (64) nicht lan­ge - und setzt 755 Mit­ar­bei­ter der US-Ver­tre­tun­gen in sei­nem Land vor die Tür. Doch so vie­le US-Di­plo­ma­ten ar­bei­ten gar nicht in Russ­land.

Und so lässt sich die von Pu­tin ge­nann­te Zahl, die bis An­fang Sep­tem­ber ih­re Ar­beit ein­stel­len muss, nur er­fül­len, wenn vor al­lem rus­si­sche Orts­kräf­te ent­las­sen wer­den. Laut ver­schie­de­nen Sta­tis­ti­ken ar­bei­ten an der US-Bot­schaft in Mos­kau so­wie an den Ge­ne­ral­kon­su­la­ten in St. Pe­ters­burg, Je­ka­te­r­in­burg und Wla­di­wos­tok zwi­schen 1200 und 1300 Men­schen. Nur et­wa ein Vier­tel von ih­nen sind ent­sand­te Di­plo­ma­ten. Ob und wie vie­le da­von aus­rei­sen müs­sen, blieb zu­nächst un­klar.

Zu­dem be­hält sich Pu­tin das Recht vor, wei­te­re Sank­tio­nen ge­gen Washington zu er­las­sen, sag­te Kreml­spre­cher Dmi­tri Pes­kow. Es sei aber für den Mo­ment nicht nö­tig, und Russ­land sei wei­ter an bes­se­ren Be­zie­hun­gen zu den USA in­ter­es­siert.

Kreml­chef Wla­di­mir Pu­tin (64) weist Hun­der­te US-Di­plo­ma­ten aus - und macht auch vor sei­nen

Lands­leu­ten nicht halt.

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