Der dra­ma­ti­sche No­t­ruf der „Schwar­zen Wit­we“

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

CHEM­NITZ - Ban­ge Se­kun­den im Land­ge­richt Chem­nitz: Ges­tern wur­den im Mord­pro­zess rund um das Blut­bad von Ebers­dorf die kur­zen Mit­schnit­te des No­t­rufs vor­ge­spielt.

An­ge­klagt sind Su­san A. (31) und Jan D. (39). Die bei­den sol­len Karl-Ek­ke­hart A. (†58), den Ehe­mann der An­ge­klag­ten, mit ei­ner Ma­che­te er­mor­det ha­ben. Die Er­mitt­ler sind sich si­cher: Die spä­te­re Ver­si­on, ein Trio ha­be den Mann er­mor­det, ist ei­ne Lü­ge.

Ges­tern wur­de der No­t­ruf ab­ge­spielt, den Su­san A. am 13. Sep­tem­ber 2016 um 22.36 Uhr kurz nach dem Blut­bad ab­setz­te. Von Heul­krämp­fen ge­schüt­telt und stot­ternd fleh­te sie am Te­le­fon: „Ich brau­che Hil­fe, bit­te. Man hat ihn um­ge­bracht. Er wur­de ab­ge­sto­chen. Kom­men Sie schnell!“Ins­ge­samt vier No­t­ru­fe wur­den in­ner­halb von sechs Mi­nu­ten ab­ge­setzt.

Für Ar­beit für das Ge­richt sorg­te die Ver­tei­di­gung - sie stell­te ins­ge­samt zehn ver­schie­de­ne An­trä­ge, zwei­felt an Zeu­gen­aus­sa­gen, will das Ver­fah­ren ge­gen Su­san A. ge­son­dert ver­han­deln. Ent­schei­dung dar­über: Mit­te Au­gust, Fort­set­zung am 21. Au­gust. Ron­ny Licht

Su­san A. (31) soll die grau­sa­me Tat

ge­plant ha­ben.

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