Ma­du­ro ver­spot­tet „Im­pe­ra­tor“Trump

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

CA­RA­CAS - Washington setzt erst­mals ei­nen Prä­si­den­ten Latein­ame­ri­kas auf sei­ne Sank­ti­ons­lis­te. Sämt­li­che Kon­ten und Ver­mö­gens­wer­te in den USA von Ve­ne­zue­las so­zia­lis­ti­schem Macht­ha­ber Ni­colás Ma­du­ro (54) wur­den ein­ge­fro­ren.

Be­grün­dung: Er sei ein „Dik­ta­tor“und miss­ach­te den Wil­len sei­nes Vol­kes, hieß es aus dem US-Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um nach der Wahl ei­ner Ver­fas­sungs­ge­ben­den Ver­samm­lung in Ca­ra­cas, die Ma­du­ro un­ein­ge­schränk­te Macht zu­si­chern könn­te. Zu­dem dür­fe kein US-Bür­ger mit dem Staats­Chef mehr Ge­schäf­te ma­chen.

So­wohl die USA als auch die EU be­trach­ten die­se Ab­stim­mung als „rechts­wid­rig“. Doch Ma­du­ro hat nur Spott für die USA üb­rig: „Ich bin stolz auf die­se Sank­ti­on, Mr. Im­pe­ra­tor Do­nald Trump. Mach ru­hig wei­ter da­mit.“

Statt ein­zu­len­ken, ließ er ges­tern zwei der wich­tigs­ten Op­po­si­tio­nel­len ver­haf­ten. In Ve­ne­zue­la kämp­fen Re­gie­rungs­geg­ner seit Mo­na­ten täg­lich mit De­mons­tra­tio­nen ge­gen die Miss­wirt­schaft im Land und für ei­ne Ab­lö­sung des links­ge­rich­te­ten Prä­si­den­ten.

Ve­ne­zue­las Prä­si­dent Ni­colás Ma­du­ro (54) ließ Leo­pol­do López wie­der fest­neh­men.

Erst vor we­ni­gen Wo­chen wur­de Op­po­si­ti­ons­füh­rer Leo­pol­do López (46) nach drei Jah­ren Haft ent­las­sen.

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