Kaf­fee Gibt’s bald wie­der und Eier­sche­cke auf dem Fern­seh­turm?

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Do­mi­nik Brüg­ge­mann

End­lich wie­der Eier­sche­cke und Kaf­fee mit Aus­blick vom Dresd­ner Fern­seh­turm ge­nie­ßen? Die Mach­bar­keits­stu­die zur Wie­der­er­öff­nung hat die Hoff­nun­gen vie­ler Dresd­ner ge­weckt: Die AfD-Frak­ti­on will jetzt so­gar ei­nen Bür­ger­ent­scheid durch­set­zen. Aber wie geht’s wei­ter mit der Fern­seh­turm-De­bat­te?

Seit Jah­ren po­chen die Mit­glie­der des Fern­seh­turm­ver­eins auf ei­ne Wie­der­er­öff­nung, die laut Stu­die min­des­tens 16 Mil­lio­nen Eu­ro kos­ten wür­de (MOPO be­rich­te­te). Die AfD-Frak­ti­on schlug wie der Ver­ein ei­nen Bür­ger­ent­scheid vor, woll­te die Dresd­ner be­reits zur Bun­des­tags­wahl am 24. Sep­tem­ber ab­stim­men las­sen.

Aus dem Schnell­schuss wird vor­erst nichts: Im Ver­wal­tungs­aus­schuss wur­de der AfD-An­trag ver­tagt, Zwei­fel an der Rechts­si­cher­heit der vor­ge­schla­ge­nen Fra­ge über­wo­gen. AfD-Frak­ti­ons­Chef Ste­fan Vo­gel (59): „Ich ge­he da­von aus, dass un­se­re Bür­ger­ent­scheids-Fra­ge­stel­lung rechts­si­cher ist.“

Die Frak­ti­on schlägt dar­in ma­xi­mal 23,25 Mil­lio­nen Eu­ro Sa­nie­rungs­kos­ten und 1,5 Mio. Eu­ro jähr­li­che Zu­schüs­se vor. „Bei solch ho­hen Sum­men sol­len die Dresd­ner über die Um­set­zung des Pro­jek­tes mit­ent­schei­den“, meint Vo­gel.

Nimmt der AfD-Vor­schlag die nächs­ten Aus­schuss-Hür­den, könn­te der Stadt­rat frü­hes­tens am 28. Sep­tem­ber den Bür­ger­ent­scheid be­schlie­ßen, ab­hän­gig von ei­ner not­wen­di­gen Zwei­drit­tel­mehr­heit. Und dann? „Die Or­ga­ni­sa­ti­on ei­nes Bür­ger­ent­scheids be­nö­tigt et­wa drei Mo­na­te Zeit“, so Stadt­spre­cher

Kai Schulz (43).

Die Kos­ten lä­gen bei et­wa 650 000 Eu­ro. Vor­her soll es erst mal ei­ne öf­fent­li­che Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung ge­ben. „Wir brau­chen ei­ne sach­li­che De­bat­te“, so Schulz. Bis zur Eier­sche­cke mit Aus­blick dau­ert’s al­so noch ...

AfD-Chef Ste­fan Vo­gel (59)

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