Knast­wär­ter ha­ben 77000 Über­stun­den

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Ver­wal­tungs­be­am­te, Wär­ter und Be­diens­te­te in Sach­sens Ge­fäng­nis­sen ma­chen oft spä­ter Fei­er­abend. Ins­ge­samt knapp 77000 Über­stun­den stan­den En­de Ju­ni an! Das teil­te das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um auf An­fra­ge der Lin­ken mit. Da­nach schiebt sta­tis­tisch ge­se­hen je­der Be­schäf­tig­te knapp 43 St­un­den vor sich her.

Grün­de: Das ho­he Durch­schnitts­al­ter von 47,2 Jah­ren drückt den Kran­ken­stand nach oben. Zu­dem gibt es mehr per­so­nal­in­ten­si­ve Be­wa­chun­gen von Häft­lin­gen. Mehr aus­län­di­sche In­sas­sen sor­gen für mehr Ar­beits­auf­wand. So stieg die Zahl der Ge­fan­ge­nen im ers­ten Halb­jahr um knapp 150 auf fast 3 590. En­de Ju­ni lag der An­teil aus­län­di­scher Häft­lin­ge bei 28 Pro­zent.

Im Ver­gleich zu 2010 hat sich die Über­stun­den­zahl mehr als ver­dop­pelt. Seit En­de 2016 wur­den im­mer­hin 1 470 St­un­den ab­ge­baut. Der Per­so­nal­schlüs­sel soll so schnell wie mög­lich er­höht wer­den. So ste­hen seit Ja­nu­ar 105 Stel­len im Jus­tiz­voll­zug mehr zur Ver­fü­gung. Von 90 Plan­stel­len wur­den be­reits 85 be­setzt. Da­zu kom­men 15 Pro­jekt­mit­tel­stel­len.

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