So viel sto­cken Ab­ge­ord­ne­te dank Ne­ben­jobs auf

Dresdner Morgenpost - - POLITIK/WELT -

BER­LIN - Nur 45 Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te ha­ben in der ak­tu­el­len Le­gis­la­tur­pe­ri­ode kei­ner­lei Ne­ben­tä­tig­kei­ten, was um­ge­kehrt be­deu­tet: 610 von 655 Volks­ver­tre­tern (Aus­ge­schie­de­ne und Nach­rü­cker be­rück­sich­tigt) ge­hen oder gin­gen zu­min­dest ei­nem Ne­ben­job nach.

Im Fall von 193 Ab­ge­ord­ne­ten gab es für die­se Tä­tig­kei­ten auch Geld, geht aus der Stu­die „Auf­sto­cker im Bun­des­tag II“der Ot­to Bren­ner Stif­tung (OBS) her­vor. Die Stu­die be­ruht auf den An­ga­ben, die die Ab­ge­ord­ne­ten sel­ber auf der Web­sei­te des Bun­des­tags ma­chen: Ar­bei­ten sie ent­gelt­lich oder eh­ren­amt­lich. Al­ler­dings müs­sen die Par­la­men­ta­ri­er ih­re Ne­ben­ein­künf­te nicht ex­akt be­nen­nen, son­dern nur ei­ne Stu­fe an­ge­ben: Stu­fe eins be­deu­tet jähr­li­che Ein­künf­te zwi­schen 1000 und 3000 Eu­ro, Stu­fe zehn mehr als 250 000 Eu­ro.

Mit ih­ren Ne­ben­tä­tig­kei­ten ha­ben die Par­la­men­ta­ri­er so­mit seit der Bun­des­tags­wahl 2013 zwi­schen 26,5 und 48,7 Mil­lio­nen Eu­ro ge­ne­riert.

Fast je­der drit­te Ab­ge­ord­ne­te im Reichs­tag hat ne­ben sei­nem Man­dat noch wei­te­re Ein­künf­te.

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