Woll­te Chris­ti­an sei­ne Freun­din über­fah­ren?

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Glück ge­habt! Chris­ti­an T. (30) ras­te­te nach ei­nem Streit mit sei­ner Freun­din so sehr aus, dass er ei­ne An­kla­ge we­gen ver­such­ten Tot­schlags kas­sier­te. Ihm droh­ten min­des­tens fünf Jah­re Haft. Ei­gent­lich! Denn ver­ur­teilt wur­de der Elek­tro­mon­teur ges­tern le­dig­lich we­gen Nö­ti­gung.

Im Ok­to­ber 2016 stritt das Paar in der Rie­sa­er Woh­nung von San­dra K. (27), da­bei trat Chris­ti­an die Bal­kon­tür ein. „Da­nach woll­te ich nur weg“, so der An­ge­klag­te, der sei­nen Hon­da be­stieg. San­dra folg­te, woll­te ihr Han­dy aus dem Au­to. Das warf Chris­ti­an aus dem Fens­ter, San­dra bück­te sich da­nach. Laut An­kla­ge ras­te ihr Freund in dem Mo­ment mit den Wor­ten „Ich tö­te Dich!“auf sie zu. Die Frau sprang zur Sei­te, der Wa­gen ver­fehl­te sie knapp um 30 Zen­ti­me­ter.

Die Po­li­zei steck­te den Wü­te­rich in U-Haft, ent­zog den Füh­rer­schein. „Ich ha­be sie nicht ge­se­hen, ehr­lich. Ich war sel­ber er­schro­cken“, be­teu­er­te Chris­ti­an, dem San­dra ver­zieh. Bei­de jetzt zu­sam­men ...

Den­noch er­hob der Staats­an­walt An­kla­ge we­gen ver­such­ten Tot­schlags. Die zu­stän­di­gen Rich­ter am Land­ge­richt aber wer­te­ten den Fall als Nö­ti­gung und ga­ben

woh­nen ihn ans Amts­ge­richt. Das ver­ur­teil­te Chris­ti­an nun zu 500 Eu­ro Geld­stra­fe, be­hält den Füh­rer­schein noch drei Mo­na­te ein. Der Ver­ur­teil­te hat üb­ri­gens um­ge­schult: „Ich möch­te im Per­so­nen­schutz ar­bei­ten.“sts

Ka­men ein­träch­tig ins Ge­richt: Chris­ti­an T. (30) und sei­ne Freun­din San­dra (27).

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