Dar­um sind die Leu­te hier län­ger krank als im Wes­ten

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Der Kran­ken­stand in Sach­sen liegt trotz ei­nes leich­ten Rück­gangs wei­ter deut­lich über dem Bun­des­durch­schnitt. Ge­ne­rell sind ost­deut­sche Be­rufs­tä­ti­ge öf­ter und län­ger krank­ge­schrie­ben, so ei­ne re­prä­sen­ta­ti­ve Ana­ly­se der Kran­ken­kas­se DAK.

In den ers­ten sechs Mo­na­ten 2017 be­trug der Kran­ken­stand 5,1 Pro­zent, im glei­chen Vor­jah­res­zeit­raum wa­ren es 5,2 Pro­zent, so die DAK-Ge­sund­heit. Bun­des­weit lag die Quo­te im ers­ten Halb­jahr bei 4,3 Pro­zent. 59,2 Pro­zent der Be­rufs­tä­ti­gen in Sach­sen wur­den bis­lang nicht krank­ge­schrie­ben, 40,8 Pro­zent je­doch min­des­tens ein­mal. Rü­cken­schmer­zen und an­de­re Mus­kel-Ske­lett-Er­kran­kun­gen ver­ur­sach­ten die meis­ten Fehl­ta­ge.

Der Bun­des­ver­gleich zeigt, dass Be­rufs­tä­ti­ge in Ost­deutsch­land mit 5,5 Pro­zent öf­ter und län­ger krank­ge­schrie­ben wa­ren als im Wes­ten (4,2). In Sach­sen fehl­te ein DAK-Ver­si­cher­ter im ers­ten Halb­jahr die­ses Jah­res im Schnitt 12,7 Ta­ge (Bund: 12,6).

War­um ist das so? Ex­per­ten ma­chen un­ter an­de­rem den hö­he­ren An­teil be­rufs­tä­ti­ger Frau­en im Os­ten da­für ver­ant­wort­lich. Zu­dem sind vor al­lem jun­ge und ge­sun­de Men­schen von Ost nach West ab­ge­wan­dert. Ost­deut­sche ge­ben ih­re Kran­ken­schei­ne sehr pünkt­lich ab und lie­fern da­mit mehr Da­ten.

Bei der DAK-Be­rech­nung wer­den nur Krank­mel­dun­gen er­fasst, die ei­ne Ab­we­sen­heits­dau­er

von drei Ta­gen über­schrei­ten.

Rü­cken­schmer­zen und ähn­li­che Be­schwer­den sor­gen in Sach­sen für die meis­ten Fehl­ta­ge.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.