Gut fürs Ge­schäft

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von Tho­mas Sch­mitt

No­bel klingt das al­le­mal: Tau­sche alt ge­gen neu - und kas­sie­re da­für ei­ne sat­te Prä­mie. Ganz so edel ist das An­sin­nen von VW und an­de­ren Au­to­bau­ern aber nicht: Was gut fürs Ge­schäft ist, ist nicht un­be­dingt gut für die Um­welt. Der Som­mer­schluss­ver­kauf für Die­sel ver­kennt sch­licht­weg die ei­gent­li­che Pro­ble­ma­tik.

Ob die Stick­oxid­be­las­tung, die un­ter an­de­rem für die Fe­in­staub-Ver­pes­tung in un­se­ren Städ­ten ver­ant­wort­lich ist, da­mit we­sent­lich ge­senkt wird, bleibt frag­lich. Für Ex­per­ten ist klar, dass die Her­stel­ler vor al­lem den lah­men­den Die­sel-Ver­kauf wie­der an­kur­beln und auf die­se Wei­se pro­fi­tie­ren wol­len.

Mit Ra­batt­ak­tio­nen las­sen sich die gif­ti­gen Stick­oxi­de in un­se­rer Luft al­so nicht re­du­zie­ren. Die Ver­pflich­tung der Her­stel­ler zu die­ser Um­stiegs­prä­mie beim Die­sel-Gip­fel in Ber­lin zeigt vor al­lem ei­nes: Die Er­geb­nis­se dort wa­ren ma­ger, weil der po­li­ti­sche Druck auf die Kon­zer­ne viel zu ge­ring blieb.

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