Dres­den braucht ganz schnell flie­ßend Was­ser

An­sied­lung von Bosch und Phi­lip Mor­ris steht sonst auf der Kip­pe ...

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Do­mi­nik Brüg­ge­mann

Die an­ge­kün­dig­ten Me­ga-In­ves­ti­tio­nen von Tech­no­lo­gie­kon­zern Bosch und Zi­ga­ret­ten­her­stel­ler Phi­lip Mor­ris in Dres­den lie­ßen Po­li­ti­ker vor Freu­de tau­meln. Doch da­mit die Wer­ke ans Netz ge­hen kön­nen, müs­sen schleu­nigst Was­ser-, Strom- und Ab­was­ser­lei­tun­gen ver­grö­ßert wer­den! Die Stadt braucht spon­tan meh­re­re Mil­lio­nen Eu­ro für den Netz­aus­bau, den Se­gen im Stadt­rat und För­der­gel­der. Der Zeit­plan drängt.

1,3 Mil­li­ar­den Eu­ro wol­len bei­de Kon­zer­ne in neue Wer­ke im Ge­wer­be­ge­biet „Air­port­park“im Dresd­ner Nor­den ste­cken, 1200 Ar­beits­plät­ze schaf­fen (MOPO be­rich­te­te). Weil die Lei­tun­gen nicht rei­chen, schlägt Ober­bür­ger­meis­ter Dirk Hil­bert (45, FDP) Alarm. „Die Was­ser­ver­sor­gung oh­ne schnellst­mög­li­chen Netz­aus­bau kann nicht ge­si­chert wer­den“, schreibt er in ei­ner ak­tu­el­len Vor­la­ge.

Das Pro­blem im Dresd­ner Nor­den: Durch an­säs­si­ge Un­ter­neh­men wie Glo­bal­foundries, In­fi­ne­on oder den Flug­ha­fen sind die Lei­tun­gen an der Leis­tungs­gren­ze. Für die not­wen­di­gen Was­ser­lei­tun­gen wer­den et­wa 5,6 Mil­lio­nen Eu­ro fäl­lig, 70 Pro­zent da­von soll der Frei­staat för­dern.

Zu­sätz­lich zu den Trink­was-

ser­lei­tun­gen muss die Strom­ver­sor­gung si­cher­ge­stellt wer­den. Die DREWAG rech­net mit In­ves­ti­tio­nen von et­wa 16 Mil­lio­nen Eu­ro.

Auch beim Ab­was­ser lau­fen die Kal­ku­la­tio­nen. Tors­ten Fied­ler (52), Spre­cher der Stadt­ent­wäs­se­rung: „Bei den Ka­nä­len prü­fen wir ge­ra­de fie­ber­haft.“Wahr­schein­lich muss ein Ab­was­ser-Pump­werk er­wei­tert wer­den.

Um die Lei­tun­gen rasch zu fi­nan­zie­ren, will der OB das Ge­wer­be­ge­biet „Reick II“erst spä­ter er­schlie­ßen und so die 1,7 Mil­lio­nen Eu­ro schnell selbst auf­brin­gen. Da­mit die Lei­tun­gen bis 2020 ge­baut wer­den kön­nen, soll der Stadt­rat zü­gig ent­schei­den und da­mit die Ar­beits­plät­ze si­chern.

Im In­dus­trie­ge­biet „Air­port­park“am Flug­ha­fen wol­len sich Bosch und Phi­lip Mor­ris

nie­der­las­sen.

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