Mi­ke W. Mit wel­cher Waf­fe hat er auf die Po­li­zei ge­schos­sen?

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

Nach vier Ta­gen Flucht sitzt der Ra­de­beu­ler Mi­ke W. (43) in Haft (MOPO be­rich­te­te) - jetzt müs­sen die Er­mitt­ler zwei ent­schei­den­de Fra­gen klä­ren: Wo und wel­cher Art ist die Waf­fe, die er ab­feu­er­te?

Kei­ne Fra­ge: Die Po­li­zei muss­te vom Schlimms­ten aus­ge­hen. Denn stop­pen las­sen woll­te sich der mit Haft­be­fehl ge­such­te crys­tal­ab­hän­gi­ge Mi­ke W. nicht. Als ein Po­li­zist den mehr­fach Vor­be­straf­ten (Dieb­stahl, Ge­fäng­nis­meu­te­rei, Kör­per­ver­let­zung) am Sonn­abend in Ul­len­dorf (Klipp­hau­sen) an­hal­ten woll­te, fuhr er auf den Be­am­ten zu und ram­mStrei­fen­wa­gen. te ei­nen „Gleich­zei­tig feu­er­te er mit ei­ner bis­lang un­be­kann­ten Waf­fe auf die Be­am­ten“, lau­te­te die Erst­mel­dung der Po­li­zei. In spä­te­ren Mit­tei­lun­gen hieß es dann wie­der­holt, W. ha­be „mit ei­ner un­be­kann­ten Waf­fe ge­schos­sen“.

„Wir ge­hen von ei­ner schar­fen Waf­fe aus“, sagt Po­li­zei­spre­cher Tho­mas Geith­ner (43). Doch bis die Tat­waf­fe nicht auf­ge­taucht ist, lässt sich nicht aus­schlie­ßen, dass er mit ei­ner An­scheins­waf­fe feu­er­te, et­wa ei­ner Sof­ta­ir- oder Luft­druck­waf­fe. Die rich­ten für ge­wöhn­lich kei­ne le­bens­be­droh­li­chen Ver­let­zun­gen an - die Be­hör­den er­mit­teln aber we­gen ver­such­ten Tot­schlags.

Dar­um kon­zen­triert sich die Ar­beit der Er­mitt­ler jetzt dar­auf, „die Waf­fe auf­zu­fin­den“, so Geith­ner. Da­für wer­den wei­te­re An­woh­ner be­fragt und Spu­ren aus­ge­wer­tet. Mi­ke W., der in der JVA Dres­den sitzt, wur­de bis zum Abend noch nicht ver­nom­men. tyx

Mi­ke W. sitzt jetzt in der JVA Dres­den (43).

Po­li­zei­spre­cher Tho­mas Geith­ner (43) Hier er­folg­te der Zu­griff. Konn­te Mi­ke W. sich zu­vor sei­ner Waf­fe ent­le­di­gen? Die Be­am­ten su­chen wei­ter fie­ber­haft nach der Schuss­waf­fe.

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