Streit um Sach­sens Spiel­hal­len ent­brannt

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

LEIP­ZIG - Um Sach­sens Spiel­hal­len ist ein Streit ent­brannt. Au­to­ma­ten­be­trei­ber be­kla­gen, dass durch neue ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen Spie­ler in il­le­ga­le Dad­del­bu­den ab­wan­dern wür­den.

Seit dem 1. Ju­li un­ter­lie­gen Spiel­hal­len ei­ner be­hörd­li­chen Er­laub­nis­pflicht, muss es in Sach­sen ei­nen Min­dest­ab­stand von 250 Me­tern zwi­schen den Ca­si­nos bzw. zu Schu­len ge­ben.

Für vie­le Spiel­hal­len, die bis­her von ei­ner Über­gangs­frist pro­fi­tier­ten, kommt nun das Aus. Rund die Hälf­te der 327 säch­si­schen Stand­or­te müss­ten wahr­schein­lich schlie­ßen, pro­phe­zeit Tho­mas Breit­kopf, Chef des Ver­bands der Au­to­ma­ten­kauf­leu­te. Pro­fi­tie­ren wür­den die „schwar­zen“Dad­del­hal­len. Meist sind das Gast­stät­ten, die il­le­gal Au­to­ma­ten auf­ge­stellt ha­ben. Dem Verband zu­fol­ge sprie­ßen sie der­zeit wie dem Bo­den.

Olaf Ril­ke von der Säch­si­schen Lan­des­stel­le ge­gen Sucht­ge­fah­ren kann die „Skan­da­li­sie­rung“hin­ge­gen nicht ver­ste­hen. „Spiel­hal­len­be­trei­ber hat­ten meh­re­re Jah­re Zeit, sich auf das neue Ge­setz ein­zu­stel­len“, sagt er. Das Ge­setz ha­be zur Fol­ge, dass sich die Spiel­hal­len­dich­te re­du­zie­re, sag­te Ril­ke - und das sei zu be­grü­ßen. Doch auch ge­gen il­le­gal auf­ge­stell­te Au­to­ma­ten müs­se vor­ge­gan­gen wer­den.

Pil­ze aus

Ver­mumm­te Po­li­zis­ten si­chern ei­ne Raz­zia ge­gen il­le­ga­le Spiel­ca­fés auf der Leip­zi­ger Ei­sen­bahn­stra­ße.

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