So ris­kant ist Ra­deln

Dresdner Morgenpost - - ERSTE SEITE - Von Her­mann Ty­decks

Erst am Don­ners­tag er­fass­te ein Lkw ei­nen Rad­ler (19), ver­letz­te ihr schwer (MOPO be­rich­te­te). Jetzt muss­te schon wie­der ein Rad­ler (39) nach ei­nem Un­fall ins Kran­ken­haus. Sind Dres­dens Pflas­ter be­son­ders ge­fähr­lich?

Der jüngs­te Un­fall ge­schah an der Löb­tau­er Stra­ße: Ei­ne Mer­ce­des­fah­re­rin (51) über­sah ges­tern früh beim Ab­bie­gen of­fen­bar den 39-Jäh­ri­gen auf dem Rad­weg. Der Ge­stürz­te kam ver­letzt in ei­ne Kli­nik. „Rad­fah­rer sind in Dres­den be­son­ders stark ge­fähr­det“, warnt Nils Lar­sen (33), Dresd­ner Vor­stand des Rad­fahr-Clubs ADFC. „Im Ver­gleich mit an­de­ren Städ­ten pas­sie­ren hier über­durch­schnitt­lich vie­le Un­fäl­le.“

Tat­säch­lich sind in Dres­den seit Jah­ren mehr Rad­ler in Un­fäl­le ver­wi­ckelt als et­wa in Leip­zig. Doch im­mer­hin sinkt die Zahl der Ver­letz­ten seit drei Jah­ren. 2016 gab es 1026 ver­un­glück­te Rad­ler in Dres­den (2014: 1117 Ver­un­glück­te). „Die­ses Ni­veau ist uns aber trotz­dem noch zu hoch“, sagt Po­li­zei­spre­cher Tho­mas Geith­ner (43). „Zwar gibt es ak­tu­ell kei­ne Häu­fung an Un­fäl­len. Seit Früh­jahr, dem Be­ginn der Rad­sai­son, ha­ben wir aber die Kon­trol­len ver­stärkt.“Die Ver­kehrs­po­li­zei ach­te dann et­wa ver­stärkt auf ra­deln­de Rot-

Der 39-Jäh­ri­ge wur­de leicht ver­letzt, sein Rad ist de­mo­liert. Nils Lar­sen (33), Dresd­ner Vor­stand des Rad­fahr-Clubs ADFC.

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