0:2 bei Dritt­li­gist! Pein­li­ches Aue-Aus

Dresdner Morgenpost - - ERSTE SEITE - Tho­mas Nahrendorf

WIES­BA­DEN - Stell dir vor, du spielst DFB-Pokal, hoffst auf ei­nen mach­ba­ren Geg­ner, auf ein hüb­sches Sümm­chen aus den ge­teil­ten Zu­schau­er­ein­nah­men und musst zu Dritt­li­gist We­hen Wies­ba­den. Das war das un­ren­ta­bels­te Los von al­len. Aber im Ver­gleich da­zu war die Leis­tung der „Veil­chen“im di­cken Mi­nus­be­reich. Ge­gen ei­nen spie­le­risch li­mi­tier­ten, aber kom­pak­ten Geg­ner war das 0:2 (0:2) vor ge­ra­de ein­mal 2 700 Zu­schau­ern ein Of­fen­ba­rungs­eid von al­len.

Was der Zweit­li­gist bot, hat­te nicht an­nä­hernd et­was mit Fuß­ball zu tun. Das ging nach drei Mi­nu­ten los. Nach ei­ner Ecke kam Da­vid Blacha ge­gen drei Au­er ir­gend­wie zum Schuss. Der Ball ging an den In­nen­pfos­ten, sprang Mar­tin Män­nel an den Kopf, klatsch­te an die Lat­te, von da an Män­nels Hand und rein. Es gibt Ta­ge, da hält der Ka­pi­tän sol­che Bäl­le fest. Vier Mi­nu­ten spä­ter lief Ro­bert And­rich die Li­nie lang, Fa­bi­an Ka­lig kam nicht hin­ter­her. Die Flan­ke er­reich­te Ste­phan An­d­rist, der un­be­drängt von Se­bas­ti­an Hert­ner ein­schoss.

Da­nach war der Drops ge­lutscht. Nach sie­ben Mi­nu­ten! FCE-Trai­ner Tho­mas Letsch war ent­setzt und wirk­te rat­los. Er stell­te von 3-4-3 auf 4-4-2 um. Der Coach brach­te Chris­ti­an Tif­fert (22.), nahm aber mit Fa­bi­an Kauf­mann den vom Feld, der am we­nigs­ten da­für konn­te. Tif­fert sorg­te et­was für Ord­nung im kon­fu­sen Spiel der Erz­ge­bir­ger. Groß än­dern konn­te er nix. Wies­ba­den war spie­le­risch nicht der FC Bay­ern, aber der SVW hat­te ei­nen Plan, spiel­te ein­fach, kämpf­te, acker­te, grätsch­te, zeig­te Wil­le und Lei­den­schaft - all das hat­te Aue nicht!

„Zwei­te Halb­zeit, Aue ist da­bei“, san­gen die 300 mit­ge­reis­ten FCE-Fans vol­ler Gal­gen­hu­mor. Letsch ver­such­te al­les, brach­te mit Micha­el Ma­ria für Hert­ner und Aria­nit Fe­ra­ti für Ni­co­lai Rapp fri­sche Leu­te, jus­tier­te sein Sys­tem neu. Al­lein: Es brach­te nicht viel. Aue wur­de zwar ab der 60. Mi­nu­te stär­ker, müh­te sich. Doch es kam nichts da­bei her­aus, weil be­kannt­lich auch die Kon­se­quenz nicht zu den FCE-Stär­ken ge­hört. Di­mi­trij Na­za­rov (64.) traf mit ei­nem Frei­stoß aus 18 Me­tern die Lat­te, Do­mi­nik Wy­dras Ge­schoss (82.) ent­schärf­te Mar­kus Kol­ke. Das war es aber auch schon.

So kas­sier­te Aue das 0:1! Da­vid Blacha (nicht im Bild) schoss. Der Ball ging an den In­nen­pfos­ten, sprang Mar­tin Män­nel an den Kopf, klatsch­te an die Lat­te, von da an Män­nels

Hand - und ging rein.

Der FC Erz­ge­bir­ge liegt 0:2 hin­ten! Ste­phan An­d­rist (2.v.r.)

trifft un­be­drängt von Se­bas­ti­an Hert­ner.

We­hen Wies­ba­den ju­belt (hier Ste­phan An­d­rist), Aue (mit

Den­nis Kem­pe) ist be­dient.

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