Ab­schied von Mar­tin Roth

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

BER­LIN/DRES­DEN - In ei­nem Trau­er­got­tes­dienst ha­ben Freun­de und Weg­be­glei­ter Ab­schied vom kürz­lich ge­stor­be­nen Mu­se­ums­ma­cher Mar­tin Roth (†62) ge­nom­men. Un­ter den Teil­neh­mern wa­ren auch Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter St­ein­mei­er (61, SPD) so­wie Au­ßen­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el (57, SPD). Au­ßer­dem ka­men ei­ne Rei­he nam­haf­ter Mu­se­ums­lei­ter und Re­prä­sen­tan­ten des Kul­tur­be­reichs.

Roths Fa­mi­lie hat­te ges­tern zu dem Got­tes­dienst in die evan­ge­li­sche Ernst-Moritz-ArndtKir­che in Ber­lin-Zehlendorf ge­la­den, wo der Sarg auf­ge­bahrt war. Die Ur­nen­bei­set­zung fand spä­ter im engs­ten Fa­mi­li­en­kreis statt.

Der ge­bür­ti­ge Stutt­gar­ter Roth galt als ei­ner der in­no­va­tivs­ten und er­folg­reichs­ten Mu­se­ums­ma­cher der Welt. Er war am ver­gan­ge­nen Sonn­tag nach schwe­rer Krank­heit ge­stor­ben. Die Fa­mi­lie hat­te ih­re To­des­an­zei­ge in der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung“un­ter das Mot­to „De­ath is not the end“(Der Tod ist nicht das En­de, zi­tiert nach Bob Dy­lan) ge­stellt.

Der pro­mo­vier­te Kul­tur­wis­sen­schaft­ler Roth hat­te sei­ne Kar­rie­re in Dres­den be­gon­nen - zu­nächst ab 1991 als Di­rek­tor des Deut­schen Hy­gie­ne-Mu­se­ums, ab 2001 als Ge­ne­ral­di­rek­tor der Staat­li­chen Kunst­samm­lun­gen. 2011 wur­de Roth Lei­ter des Vic­to­ria and Al­bert Mu­se­ums in Lon­don - als ers­ter Deut­scher an der Spit­ze ei­nes bri­ti­schen Top­mu­se­ums. Im ver­gan­ge­nen Jahr kehr­te er nach Deutsch­land zu­rück.

Letz­te Eh­re für den frü­he­ren Dresd­ner Mu­se­ums­ma­cher.

Mar­tin Roth (62) im Mai 2017.

Trau­er­gäs­te: Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter St­ein­mei­er (61, SPD, r.) und Klaus-Die­ter Leh­mann (77), Prä­si­dent des Goe­the-In­sti­tuts.

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