Droht Dres­den ein Fett­klops in der Ka­na­li­sa­ti­on?

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Ein rie­si­ger Fett­klops ver­stopf­te kürz­lich die Ka­na­li­sa­ti­on in Lon­don. Auch in den Dresd­ner Ab­was­ser-Ka­nä­len ver­klum­pen im­mer wie­der ver­bo­te­ne Ab­fäl­le und ver­stop­fen Lei­tun­gen, Was­ser­pum­pen oder Siebe. Da­bei ist es meist nicht Fett, das ver­klumpt.

„Haus­halts­tü­cher mit ih­ren lan­gen Kunst­stoff-Fa­sern ver­stop­fen die Pum­pen im Ab­was­ser­netz. Der Kunst­stoff ver­harzt und zer­stört Dich­tun­gen. Fällt ein Pump­werk aus, staut sich das Ab­was­ser in der Ka­na­li­sa­ti­on un­ter Um­stän­den bis in pri­va­te Kel­ler hin­ein“, warnt Tors­ten Fied­ler (52) von der Stadt­ent­wäs­se­rung.

Des­halb ha­ben Feucht­tü­cher und an­de­re künst­li­che Müll­res­te nichts in der Toi­let­te zu su­chen. Sie soll­ten nur in den Gel­ben Sack oder die Rest­müll­ton­ne ge­wor­fen wer­den. Glei­ches gilt üb­ri­gens für Me­di­ka­men­te al­ler Art. Auch mo­der­ne Klär­an­la­gen kön­nen me­di­zi­ni­sche Stof­fe kaum aus dem Ab­was­ser klä­ren.

Far­ben und Che­mi­ka­li­en soll­ten statt­des­sen auf je­den Fall auf ei­nen Wert­stoff­hof ge­bracht wer­den. So müss­te Dres­den auch nicht mit gro­ßen Ver­stop­fun­gen oder ge­fähr­li­chen Che­mi­ka­li­en in der Un­ter­welt kämp­fen. dbr

Ei­ne Ab­was­ser­pro­be in der Klär­an­la­ge

Ka­ditz.

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