Asyl­be­wer­ber zei­gen sich selbst als Ter­ro­ris­ten an

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Im­mer mehr Asyl­be­wer­ber in Sach­sen zei­gen sich selbst als Ter­ro­ris­ten an. In die­sem Jahr ha­ben sich be­reits 44 Asyl­be­wer­ber selbst be­zich­tigt, so die Staats­re­gie­rung.

Kon­kret geht es um Straf­ta­ten wie die Un­ter­stüt­zung bzw. Mit­glied­schaft ei­ner ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung auch im Aus­land. Die meis­ten be­tref­fen is­la­mis­ti­schen Ter­ror. Ge­ra­de wird ein sol­cher Fall in Dres­den ver­han­delt. Die Asyl­be­wer­ber, die sich selbst be­zich­tigt ha­ben, stam­men aus den ver­schie­dens­ten Län­dern, et­wa Af­gha­nis­tan, Sy­ri­en, So­ma­lia oder Pa­kis­tan.

Die Be­weg­grün­de für die­ses Ver­hal­ten sind schwer zu er­grün­den. Jus­tiz­mi­nis­ter Se­bas­ti­an Gem­kow (39, CDU): „Ver­mut­lich ver­spre­chen sie sich da­von Vor­tei­le im Asyl­ver­fah­ren.“Denn wenn ih­nen in der Hei­mat die To­des­stra­fe droht, kön­nen sie nicht ab­ge­scho­ben wer­den.

Ge­mow: „Aber die Staats­an­walt­schaf­ten prü­fen die be­haup­te­ten Straf­ta­ten genau. Wenn sich am Schluss her­aus­stellt, dass al­les nur er­fun­den war, muss der Be­tref­fen­de we­gen die­ser Täu­schung mit ei­ner Ver­ur­tei­lung und Stra­fe rech­nen.“Im Asyl­ver­fah­ren wür­den da­durch kei­ner­lei Vor­tei­le ent­ste­hen. mor

Jus­tiz­mi­nis­ter Se­bas­ti­an Gem­kow (39, CDU).

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