Fah­re­rin der rech­ten Schlä­ger­trup­pe be­teu­ert: „Ich war im­mer ge­gen Ge­walt“

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Sie sprach den gan­zen lan­gen Ver­hand­lungs­tag: Ja­net­te P. (27), die mit fünf an­de­ren mut­maß­li­chen Mit­glie­dern der „Frei­en Ka­me­rad­schaft Dres­den“(FDK) am Land­ge­richt an­ge­klagt ist, gab am Frei­tag ih­re Ver­si­on zum rech­ten Schlä­ger­trupp ab. Nicht al­les hielt der Rich­ter für glaub­haft.

„Ich war im­mer ge­gen Ge­walt“, so die Er­go­the­ra­peu­tin, die oft Fah­re­rin für den Trupp war. So fuhr sie Mit­tä­ter zum Über­fall aufs lin­ke Wohn­pro­jekt „Man­gel­wirt­schaft“in Dres­den. Vom ge­plan­ten An­griff will sie nichts be­merkt ha­ben. „Ich ha­be in der Nä­he ge­war­tet, weiß bis heu­te nicht, wo das Wohn­pro­jekt ist.“

Auch beim An­griff auf die Flücht­lings­un­ter­kunft „Lin­den­hof“will sie nur fried­lich de­mons­triert ha­ben. „Wir wa­ren da, brüll­ten bissl rum. Als St­ei­ne flo­gen, ging ich zu mei­nem Au­to.“

Ei­ne rech­te Ein­stel­lung ha­be sie auf kei­nen Fall, be­teu­er­te die jun­ge Mut­ter, die auch er­zähl­te, mit ih­rem Freun­des­kreis am 1. Mai 2015 in Saal­feld ge­we­sen zu sein, wo es zu mas­si­ven Kra­wal­len zwi­schen rechts und links ge­kom­men war. Ja­net­te und ih­re Freun­de tru­gen vor Ort Shirts mit der Auf­schrift „Sach­sen­krie­ger“. Als sie vom Rich­ter dar­auf an­ge­spro­chen wur­de, sag­te sie ach­sel­zu­ckend: „An­de­re hat­ten auch sowas an.“Der Pro­zess wird fort­ge­setzt.

Ja­net­te P. (27) gab am Frei­tag ih­re Ver­si­on der Frei­en Ka­me­rad­schaft ab.

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