Kon­zert­ab­sa­ge nach Sturz

Pe­ter Schrei­er brach sich zwei Fin­ger

Dresdner Morgenpost - - KULTUR -

DRES­DEN - Es soll­te sein letz­tes Di­ri­gat wer­den, das Son­der­kon­zert zum Grün­dungs­tag der Staats­ka­pel­le am kom­men­den Frei­tag im Pa­lais im Gro­ßen Gar­ten. Nun muss­te der Sän­ger und Di­ri­gent Pe­ter Schrei­er (82) ab­sa­gen: Er brach sich zwei Fin­ger der rech­ten Hand.

Am ver­gan­ge­nen Sonn­abend sei es pas­siert, „beim Lau­fen“, so Schrei­er zur MOPO: „Ich bin Dia­be­ti­ker, da lei­det manch­mal das Ge­fühl in den Fü­ßen. Ich ha­be die Ba­lan­ce ver­lo­ren und bin um­ge­fal­len wie ei­ne Ei­che.“

Zei­ge­fin­ger und Mit­tel­fin­ger sind be­trof­fen. Zu­nächst ha­be er noch mit dem Orches­ter ge­probt, an ei­ne Ver­stau­chung ge­glaubt, dann er­gab das Rönt­gen­bild den kom­pli­zier­ten Bruch. Am Di­ens­tag wur­de ope­riert, in bei­de Fin­ger ei­ne Schie­ne, um das ord­nungs­ge­mä­ße Zu­sam­men­wach­sen der Kno­chen zu er­mög­li­chen. Schrei­er trägt für sechs Wo­chen Gips. „Ich bin Rechts­hän­der, muss jetzt al­les mit links ma­chen. Das ist schwie­rig“.

Es wä­re ein fei­er­li­ches Er­eig­nis ge­wor­den. „Ich woll­te mit die­sem Kon­zert mei­ne Di­ri­gen­ten­lauf­bahn be­en­den“, be­dau­ert Schrei­er die Ab­sa­ge. Statt sei­ner über­nimmt Mich­ail Ju­row­sky (71). Doch wird wohl der Auf­tritt nur auf­ge­scho­ben und nicht auf­ge­ho­ben. Nach MOPO-In­for­ma­tio­nen will die Staats­ka­pel­le un­be­dingt ein ge­mein­sa­mes letz­tes Kon­zert mit Pe­ter Schrei­er und plant schon ei­nen neu­en Ter­min. gg

Pe­ter Schrei­er am Pult. Die rech­te Hand, beim Di­ri­gie­ren so wich­tig, ist erst­mal lahm­ge­legt.

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