Dres­den jetzt Num­mer vier der deut­schen Groß­städ­te

Die säch­si­sche Lan­des­haupt­stadt ver­bes­sert sich von Platz zehn, aber Leip­zig ist noch bes­ser

Dresdner Neueste Nachrichten - - ERSTE SEITE - VON THO­MAS BAU­MANN-HART­WIG

DRES­DEN. Die Lan­des­haupt­stadt Dres­den be­legt beim am Frei­tag vor­ge­stell­ten ak­tu­el­len Städ­te­ver­gleich des Ham­bur­gi­schen Welt­wirt­schafts­in­sti­tuts (HWWI) und der Pri­vat­bank Be­ren­berg den vier­ten Platz un­ter den 30 größ­ten Städ­ten Deutsch­lands. Un­an­ge­foch­te­ner Spit­zen­rei­ter ist laut Be­ren­berg-spre­cher Karsten Weh­mei­er Mün­chen. Auf dem zwei­ten Platz folgt Leip­zig vor Frank­furt/main. Dres­den lässt Me­tro­po­len wie Ber­lin (5.), Köln (6.), Ham­burg (8.), Stutt­gart (9.) und Düs­sel­dorf (10.) hin­ter sich.

Bei dem Städ­te­ver­gleich wur­den die öko­no­mi­sche Leis­tungs­fä­hig­keit, die Ent­wick­lung der Be­völ­ke­rungs­zahl, der Pro­duk­ti­vi­tät, aber auch die de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung und Stand­ort­fak­to­ren wie Bil­dung und In­no­va­ti­ons­fä­hig­keit der ver­gan­ge­nen Jah­re er­mit­telt. Dres­den konn­te mit ei­nem ho­hen Be­völ­ke­rungs­zu­wachs, ei­nem 21-pro­zen­ti­gen Wachs­tums­plus bei der Be­völ­ke­rung un­ter 20

Jah­ren und der höchs­ten Ge­bur­ten­ra­te un­ter den 30 Städ­ten punk­ten. Bei den Stand­ort­fak­to­ren lan­de­te die Lan­des­haupt­stadt da­ge­gen nur auf Rang 18 und da­mit im un­te­ren Mit­tel­feld. Beim Städ­te­ver­gleich 2015 lag Dres­den noch auf dem zehn­ten Platz.

An Leip­zig aber war noch kein Vor­bei­kom­men. Die größ­te Stadt Sach­sens hat mit zehn Pro­zent das höchs­te Be­völ­ke­rungs­wachs­tum und mit sie­ben Pro­zent das höchs­te Er­werbs­tä­ti­gen­wachs­tum al­ler 30 Städ­te hin­ge­legt. Das Pro­duk­ti­vi­täts­wachs­tum war das dritt­höchs­te un­ter den 30 Städ­ten, so Weh­mei­er. Mit die­sen Spit­zen­wer­ten konn­te Leip­zig das schlech­te Ab­schnei­den beim Stand­ort­in­dex (Rang 27) kom­pen­sie­ren. „Die un­ter­durch­schnitt­lich aus­ge­präg­ten Stand­ort­fak­to­ren Bil­dung und In­no­va­ti­on, In­ter­na­tio­na­li­tät und Er­reich­bar­keit stel­len al­ler­dings für die wei­te­re Ent­wick­lung Leip­zigs ein Ri­si­ko dar“, er­klär­te Hwwi-di­rek­tor Hen­ning Völ­pel. Das sieht beim Wis­sen­schafts- und In­no­va­ti­ons­stand­ort Dres­den schon ganz an­ders aus, so dass es be­grün­de­te Hoff­nun­gen gibt, beim Städ­te­ver­gleich 2019 kön­ne die Lan­des­haupt­stadt an der Mes­se­haupt­stadt vor­bei­zie­hen.

Die säch­si­schen Groß­städ­te Leip­zig und Dres­den wür­den wei­ter auf­ho­len und hät­ten gu­te Zu­kunfts­aus­sich­ten, er­klär­te Völ­pel. „Für den Wohl­stand ei­ner Re­gi­on ist die dynamische Ent­wick­lung der Groß­städ­te von Be­deu­tung. Ihr Er­folg trägt ent­schei­dend zur Wett­be­werbs­fä­hig­keit un­se­res Lan­des bei“, sag­te Hans-wal­ter Pe­ters, Spre­cher der per­sön­lich haf­ten­den Ge­sell­schaf­ter von Be­ren­berg. Auf Chem­nitz trifft das nur be­dingt zu – die drit­te säch­si­sche Groß­stadt lan­de­te beim Ran­king auf Platz 29. Im­mer­hin konn­te Chem­nitz die Ro­te La­ter­ne an Gel­sen­kir­chen ab­ge­ben.

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