Schulz ge­gen Mi­nis­te­ri­um für den Os­ten

Spd-kanz­ler­kan­di­dat: Dies al­lein be­deu­tet kei­ne Lö­sung

Dresdner Neueste Nachrichten - - SACHSEN UND MITTELDEUTSCHLAND - VON IRIS LEITHOLD

SCHWE­RIN/DRES­DEN. Spd-kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz hat For­de­run­gen der Lin­ken nach ei­nem Ost-mi­nis­te­ri­um ei­ne Ab­sa­ge er­teilt. „Das hat kei­nen Sinn“, sag­te er der „Schwe­ri­ner Volks­zei­tung“. „Wir lö­sen die Pro­ble­me nicht da­durch, dass wir ein Ex­tra-mi­nis­te­ri­um schaf­fen.“Al­le Mi­nis­te­ri­en, vom Kanz­ler­amt an, müss­ten da­für sor­gen, dass in al­len Bun­des­län­dern die glei­chen Le­bens­be­din­gun­gen herrsch­ten. Schon im Früh­jahr hat­te die Lin­ke auf Bun­des­eben ein ent­spre­chen­des Mi­nis­te­ri­um ins Ge­spräch ge­bracht. In die­ser Wo­che leg­te Sach­sens Lin­ken-chef nach und schlug da­bei Leip­zig statt Ber­lin als Sitz ei­ner ent­spre­chen­den Be­hör­de vor. Es ge­he um ei­ne zü­gi­ge An­glei­chung der Le­bens­ver­hält­nis­se in Ost und West als zen­tra­le Re­gie­rungs­auf­ga­be, er­klär­te er.

Zum Ost-west-ver­gleich sag­te Schulz wei­ter, dass es noch Un­ter­schie­de ge­be und er glei­che Löhne für glei­che Ar­beit for­dert, „egal wo“. Die Ta­rif­bin­dung müs­se auch im Os­ten zum Nor­mal­fall wer­den. „Wo Ta­rif­löh­ne ge­zahlt wer­den, ist der Lohn­un­ter­schied zum Wes­ten fast ver­schwun­den“, so Schulz. Laut ak­tu­el­lem Be­richt der Bun­des­re­gie­rung zum Stand der deut­schen Ein­heit lag die Wirt­schaft­leis­tung je Ein­woh­ner 2016 im Schnitt bei 73,2 Pro­zent des West- Ni­veaus.

Bei der Ren­te sprach sich der Spdkanz­ler­kan­di­dat für ei­ne An­glei­chung der Ost- an die We­st­ren­ten vor 2025 aus. „Wir wer­den in der nächs­ten Le­gis­la­tur­pe­ri­ode ei­nen neu­en Ge­ne­ra­tio­nen­ver­trag aus­han­deln und auch die Ost-an­glei­chung noch ein­mal auf­ru­fen“, sag­te er. „Wenn es schnel­ler ge­hen kann, ma­chen wir das.“

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