Ra­de­beul und DVB in­ves­tie­ren 13 Mil­lio­nen Eu­ro

Wa­cker­b­arth be­kommt neue Hal­te­stel­le / In Ra­de­beul neh­men Stadt und DVB für 2018 mil­lio­nen­schwe­re In­ves­ti­tio­nen in An­griff

Dresdner Neueste Nachrichten - - ERSTE SEITE - VON UWE HOF­MANN

RA­DE­BEUL. Die Stadt Ra­de­beol Ond die Dresd­ner Ver­kehrs­be­trie­be wol­len 2017 Ond 2018 über 13 Mil­lio­nen Eo­ro in­ves­tie­ren, Om die Meiß­ner Stra­ße in Ra­de­beol wei­ter zo sa­nie­ren Ond die Tras­se der Li­nie 4 zo er­neo­ern. Im Früh­jahr naht so­mit die nächs­te Voll­sper­rong für die „4“.

RA­DE­BEUL. Stra­ßen­bah­nen der Li­nie 4 fah­ren seit ges­tern wie­der bis nach Wein­böh­la. 3.30 Uhr am frü­hen Mor­gen konn­ten die Dresd­ner Ver­kehrs­be­trie­be (DVB) nach auf­wen­di­ger Sa­nie­rung wie­der die Hal­te­stel­le „Schloss Wa­cker­b­arth“in Be­trieb neh­men. Ihr bar­rie­re­frei­er Um­bau war der Grund, war­um die Stra­ßen­bahn seit dem Som­mer nur bis zur Gleis­schlei­fe Ra­de­beul-west kam. We­gen der be­eng­ten La­ge und weil in dem Ab­schnitt nur ein Gleis liegt, muss­te un­ter Voll­sper­rung der Stre­cke ge­baut wer­den.

Für Ra­de­beul soll die Sa­nie­rung, zu der es laut Dvb-vor­stand Andre­as Hem­mers­bach be­reits 2000 ers­te Über­le­gun­gen gab, al­ler­dings nur der Auf­takt für grö­ße­res sein. „Kos­testück“nennt sie Ober­bür­ger­meis­ter Bert Wend­sche (par­tei­los). „Wir ha­ben die Hoff­nung, dass wir im Früh­jahr 2018 ei­nes un­se­rer gro­ßen Vor­ha­ben auf der Meiß­ner Stra­ße in Ra­de­beul-mit­te rea­li­sie­ren kön­nen“, fügt er er­läu­ternd an. Nach drei Jah­ren War­te­zeit gibt es end­lich Bau­recht für die Stra­ßen­und Gleis­sa­nie­rung zwi­schen Ren­ner­bergs­stra­ße und Dr.-külz-stra­ße. Auch die Fi­nan­zie­rung der rund sie­ben Mil­lio­nen Eu­ro be­tra­gen­den Bau­sum­me ist ge­si­chert. „Wir hof­fen, dass sich kei­ne un­er­war­te­ten Hin­der­nis­se auf­tun und wir bau­en kön­nen“, sagt Dvb-vor­stand Hem­mers­bach.

Für Fahr­gäs­te be­deu­tet das: Ab dem Früh­jahr bis ver­mut­lich No­vem­ber zeich­net sich die nächs­te Voll­sper­rung auf der Li­nie 4 in Ra­de­beul ab, von der auch Cos­wig und Wein­böh­la be­trof­fen sind. Im Herbst 2018 soll dann nach der­zei­ti­gen Pla­nun­gen ein ein­glei­si­ger Ver­kehr im be­trof­fe­nen Ab­schnitt auf­ge­nom­men wer­den.

Den „Sperr­schat­ten“nut­zen die DVB, um Fahr­lei­tungs­mas­ten von Ra­de­beul über Cos­wig bis Wein­böh­la zu er­neu­ern. Be­trof­fen sind rund 240 Be­ton­mas­ten aus den 1970er Jah­ren, de­ren Le­bens­dau­er ein­fach ab­ge­lau­fen sei, wie Dvb-vor­stand Hem­mers­bach sagt. Ei­nen Teil der rund fünf Mil­lio­nen Eu­ro teu­ren Ar­bei­ten ha­ben die DVB gleich beim Um­bau der Hal­te­stel­le am Staats­wein­gut Wa­cker­b­arth mit er­le­digt, der Lö­wen­an­teil steht al­ler­dings 2018 auf dem Plan. Die Ar­bei­ten, bei de­nen auch die ge­sam­te Strom­ver­sor­gung er­neu­ert wird und vier neue Un­ter­wer­ke er­hält, stel­len ei­ne tech­ni- sche Her­aus­for­de­rung dar. Dort wo die Stra­ßen­bahn sonst quer übers Feld fährt, kann nur vom Gleis aus ge­ar­bei­tet wer­den. Be­son­ders eng wird es an den Klein­gär­ten in Wein­böh­la, wo zu Ddr-zei­ten Hub­schrau­ber zum Mast­set­zen an­ge­for­dert wur­den.

Ist al­les er­le­digt, hof­fen die DVB auf ein paar Jah­re un­ge­stör­ten Be­trieb. Zwar muss die Meiß­ner Stra­ße in wei­te­ren Ab­schnit­ten drin­gend sa­niert wer­den. Wann das Pl­an­fest­stel­lungs­ver­fah­ren für den nächs­ten vor­ge­se­he­nen Ab­schnitt in Ra­de­beul-ost ab­ge­schlos­sen ist, ist der­zeit je­doch nicht ab­zu­se­hen. Ein paar Jah­re oh­ne Sper­run­gen kom­men den DVB zu­gu­te, weil sich in die­ser Zeit die Fahr­gast­zah­len sta­bi­li­sie­ren kön­nen.

Auf mehr Fahr­gäs­te hof­fen die Ver­kehrs­be­trie­be durch die für rund 1,1 Mil­lio­nen Eu­ro um­ge­bau­te Hal­te­stel­le am Staats­wein­gut. Für das Geld wur­den die hun­der­te Me­ter aus­ein­an­der­lie­gen­den Aus­stie­ge in bei­de Rich­tun­gen zu­sam­men­ge­zo­gen und bar­rie­re­frei ge­stal­tet. Ganz be­son­ders freue sie sich über die neue Fuß­gän­ger­am­pel, die Fahr­gäs­te künf­tig von der Hal­te­stel­le über die viel­be­fah­re­ne Meiß­ner Stra­ße zum Fuß­weg und Schloss Wa­cker­b­arth brin­gen, sagt Son­ja Schilg, die Ge­schäfts­füh­re­rin des Staats­wein­guts. So ha­be man im ver­gan­ge­nen Jahr rund 1200 Kin­der in Ki­ta- und Schul­be­suchs­grup­pen be­grüßt, die in ih­rer Not „über die Stra­ße hu­schen muss­ten“, wie Schilg sagt.

Im Staats­wein­gut macht das En­de der Hal­te­stel­len­um­bau­ten ei­ne wei­te­re In­ves­ti­ti­on mög­lich. Im Hin­ter­land der Hal­te­stel­le ist ein Park­platz­neu­bau ge­plant, der über ei­ne be­reits im Zu­ge der Sa­nie­rung or­dent­lich her­ge­rich­te­te Zu­fahrt über die Glei­se er­reicht wer­den kann. Er ist da­für ge­dacht, den Zu­lauf bei Groß­ver­an­stal­tun­gen auf­zu­fan­gen. In ers­ter Li­nie sol­len den Stell­platz aber die Fuß­bal­ler nut­zen, die bei Heim­spie­len des Ra­de­beu­ler BC 1908 im na­hen Wein­berg­sta­di­on sonst die um­lie­gen­den An­woh­ner­stra­ßen mit ih­ren Au­tos ver­stop­fen. „Wir kön­nen für Ru­he im ge­sam­ten Ge­biet sor­gen“, sagt Schilg.

Fo­to: Uwe Hof­mann

Land­rat Arndt Steinbach (CDU), OB Bert Wend­sche (par­tei­los), Dvb-vor­stand Andre­as Hem­mers­bach und Wa­cker­b­arth-che­fin Son­ja Schilg (v.l.). in Ak­ti­on.

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