„Chi­na ist ein fas­zi­nie­ren­des Land“

Phil­har­mo­ni­scher Kin­der­chor kehrt von Kon­zert­rei­se zu­rück

Dresdner Neueste Nachrichten - - KULTUR -

Zwei Wo­chen lang war der Phil­har­mo­ni­sche Kin­der­chor Dres­den auf Kon­zert­rei­se in Chi­na. Er­füllt von den Be­geg­nun­gen auf ei­ner span­nen­den Tour­nee, die am 29. Sep­tem­ber be­gann, kehrt der Chor nun heu­te in sei­ne Hei­mat­stadt zu­rück.

Die Ein­drü­cke der Tour­nee, die durch sie­ben Städ­te im Reich der Mit­te führ­te und in der Kon­zert­hal­le in Pe­king ih­ren Hö­he­punkt fand, im Ge­päck, zieht die 17jäh­ri­ge Li­lith Dzi­a­low­ski noch in Chi­na ei­ne ers­te Bi­lanz: „Chi­na ist ein fas­zi­nie­ren­des Land, viel sau­be­rer und grü­ner als er­war­tet. Toll ist, dass wir so vie­le Or­te be­reist ha­ben, da­durch be­kommt man ein Ge­fühl von der tat­säch­li­chen Grö­ße des Lan­des“, sagt die jun­ge Sän­ge­rin. Li­lith Dzi­a­low­ski ist seit fast zehn Jah­ren Mit­glied im Kin­der­chor. Doch auch für lang­jäh­ri­ge Mit­glie­der wie sie war das Pen­sum der Chi­na-tour­nee durch­aus an­spruchs­voll.

Al­lein in den ers­ten zehn Ta­gen ha­ben die Kin­der mit ih­rem Chor­di­rek­tor Gun­ter Ber­ger und den Be­treu­ern sechs Kon­zer­te ab­sol­viert und da­für 4200 Ki­lo­me­ter in Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen und Bus­sen quer durch das Land zu­rück­ge­legt. Es galt, sich auf die Akus­tik ganz un­ter­schied­li­cher Kon­zert­hal­len ein­zu­stel­len: Die ei­nen sind spek­ta­ku­lär und mo­dern wie in Zu­hai, an­de­re au­ßer­or­dent­lich schön und akus­tisch her­vor­ra­gend wie in Wu­han. Da­bei brach­te der Chor mit Wer­ken von Jo­hann Se­bas­ti­an Bach, Hen­ry Pur­cell, Franz Schu­bert oder Fran­cis Pou­lenc ein Stück eu­ro­päi­sche Mu­sik­ge­schich­te nach Asi­en. Da­ne­ben stan­den Wer­ke zeit­ge­nös­si­scher Kom­po­nis­ten wie Kurt Bik­kem­bergs, Jo­han Lea­vitt und Nan­cy Tel­fer so­wie Volks­lie­der aus al­ler Welt auf dem Pro­gramm.

Nicht nur die Sän­ger, auch das Pu­bli­kum war von den Gast­spie­len der Dresd­ner be­geis­tert, lässt der Chor in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung wis­sen. Al­le Kon­zer­te sei­en gut be­sucht ge­we­sen. Als ab­schlie­ßen­de Sta­ti­on stand in die­ser Wo­che Pe­king auf dem Rei­se­plan. Dort hat­ten die jun­gen Sän­ger drei Be­geg­nun­gen mit an­de­ren Kin­der­chö­ren und gas­tier­ten im Kon­zert­saal der „Ver­bo­te­nen Stadt“.

„Wir sind sehr glück­lich über die­se Rei­se, die es uns als Kul­tur­bot­schaf­ter Dres­dens und der Dresd­ner Phil­har­mo­nie er­mög­licht hat, über un­se­re Mu­sik Ver­bin­dun­gen zu schaf­fen und Her­zen zu öff­nen. Ne­ben den Kon­zer­ten in be­ein­dru­cken­den Hal­len sind es auch die viel­fäl­ti­gen Ein­drü­cke vom Land und den Men­schen, die so­wohl die Qua­li­tät des Cho­res wach­sen las­sen als auch die Ch­or­ge­mein­schaft prä­gen“, sag­te Chor­lei­ter Gun­ter Ber­ger vor der Rück­rei­se.

Für den Phil­har­mo­ni­schen Kin­der­chor war es nicht die ers­te Tour­nee durch Chi­na. Be­reits 2006 und 2011 reis­ten die 50 jun­gen Sän­ge­rin­nen und Sän­ger auf Ein­la­dung des Chi­ne­si­schen Chor­ver­ban­des ins Reich der Mit­te. Nicht nur die vie­len Ein­drü­cke, auch die Er­fah­run­gen, die sie als Chor mach­ten, wer­den wohl noch lan­ge nach­hal­len.

Fo­to: Dresd­ner Phil­har­mo­nie

Der Phil­har­mo­ni­sche Kin­der­chor bei sei­nem Auf­tritt in der Wu­han Qin­tai Mu­sic Hall

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