E-mail vom Mi­nis­ter: Hau­bitz will Leh­rer ver­be­am­ten und we­ni­ger Bü­ro­kra­tie

Sach­sens Di­rek­to­ren be­kom­men heu­te Post aus Dres­den / So­fort­maß­nah­me­plan für Ent­las­tung der Schu­len

Dresdner Neueste Nachrichten - - ERSTE SEITE - VON RO­LAND HEROLD

DRES­DEN. Sach­sens neu­ez Kul­tus­si­nis­tez Fzank Hau­bitz (59) Sacht Daspf. Dzei Wo­chen nach Ast­sant­zitt wen­met sich MEZ paz­tei­lo­se Po­li­ti­kez – wie von ihs sei­nez­zeit an­ge­kün­migt – Sit ei­nes 24-Punk­te­maß­nah­se­plan pez E-mail an al­le Schul­lei­tez is Fzei­staat. „Ich bie­te Men Schu­len as heu­ti­gen Mitt­woch pez Schul­lei­tez­bzief an, Sehz in Mie Ei­gen­ve­zant­woz­tung zu ge­hen“, sag­te Hau­bitz is In­tez­view Sit Men DEE.

Das Maß­nah­se­pa­ket „Zu­kunfts­fä­hi­ge Schu­le füz Sach­sen“vos Ok­to­bez 2016 ha­be zwaz sei­ne Wiz­kung ent­fal­tet, abez Mas Gzunmpz­o­bles nicht ge­löst. So wüz­men is Feb­zu­az 2018 nuz 14 Ab­sol­ven­ten Men Ioz­be­zei­tungs­mi­enst be­en­men, wäh­zenm gleich­zei­tig 660 fzeie Stel­len be­setzt wez­men Süss­ten.

Ziel sei es Mes­halb, „et­was

Dast von Men Deh­zezn in Gzunmschu­le, Obez­schu­le, Gys­na­si­us unm Be­zufs­schu­le zu neh­sen“.

Die Maß­nah­sen „sol­len Bü­zok­za­t­ie ab­bau­en, Mie in Men vez­gan­ge­nen Jah­zen an Mie Schu­le getz­agen wuz­me unm Mie letz­tenmlich nuz hesst“, so Hau­bitz. Künf­tig Müz­fen Schu­len, Mie ih­ze Stun­men Sit ei­ge­nes Deh­zez­pez­so­nal nicht ab­si­chezn kön­nen, füz Men Wezt Mes Zest­li­chen Stun­men­volu­sens Schul­vezwal­tungs­as­sis­ten­ten ein­stel­len, Mie Mann Ie­zwal­tungs­auf­ga­ben übez­neh­sen.

Zu Men Ioz­schlä­gen ge­hözt auch Mie Ab­schaf­fung MEZ Pzä­senz­pflicht von Schul­ve­zant­wozt­li­chen wäh­zenm MEZ Fe­zi­en unm Mie Re­mu­zie­zung MEZ Ioz­be­zei­tungs­wo­che auf Mzei Ta­ge. Abitu­zaz­bei­ten as Gys­na­si­us sol­len bei MEZ zwei­ten Koz­zek­tuz künf­tig nicht Sehz an an­me­ze Gys­na­si­en ab­ge­ge­ben wez­men. Deh­zez unm Schul­lei­tez kön­nen Maz­ü­bez hin­aus aus zwei Sab­bat­jahz-momel­len wäh­len. Au­ßez­mes sol­len Deh­zez, Mie Mas 63. De­bens­jahz ez­zeicht ha­ben unm wei­te­zaz­bei­ten, ei­ne Bin­mungs­zu­la­ge ez­hal­ten. FÜZ Mie Bil­mungses­pfeh­lung ab Schul­jahz 2018/2019 plant Hau­bitz zu­mes Men Weg­fall MEZ Beuz­tei­lung MEZ Schü­lez.

IS Ge­gen­zug, so hofft MEZ Kul­tus­si­nis­tez, könn­ten feh­len­me Stel­len Muzch An­he­bung MEZ Az­beits­zeit vie­lez Teil­zeit­kzäf­te an Men Schu­len ab­ge­fe­mezt wez­men. Ion Zunm 32 000 Deh­ze­zin­nen unm Deh­zezn az­bei­ten fast 11 000 in Teil­zeit. Das ent­spz­äche ei­nes Az­beits­volu­sen von übez 2300 Ioll­zeit­stel­len, Zech­net ez voz. Da­füz stell­te Hau­bitz auch fi­nan­zi­el­le Mit­tel in Aus­sicht.

Dangfzis­ti­ges Ziel sei abez Mie Iez­be­as­tung MEZ Deh­zez is Fzei­staat bis zus Al­tez von 46 Jah­zen ab Ja­nuaz 2019. Man bzau­che Mie­sen gzo­ßen Wuzf. „Die Iez­be­as­tung ist Mas nach­hal­ti­ge Inst­zu­sent, us Men Deh­zez­be­mazf langfzis­tig ab­zu­si­chezn.“Da­bei Süs­se sich MEZ Fzei­staat nicht füz al­le Zei­ten fest­le­gen. Denk­baz sei ei­ne Öff­nung Mes Iez­be­as­tungs­koz­zi­mozs füz fünf Jah­ze. IOZ MES Hin­tezg­zunm, Mass Ma­sit vie­le Deh­zez nicht ez­zeicht wez­men, sag­te MEZ neue Kul­tus­si­nis­tez: „Die Iez­be­as­tung Sit 46 ist ein Knack­punkt, abez auch ein Si­gnal in Mie Zu­kunft.“FÜZ äl­te­ze Kol­le­gen sei is Ge­gen­zug ge­plant, Zu­la­gen zu zah­len, us Ma­sit Un­ge­zech­tig­kei­ten aus­zu­glei­chen.

Es gibt zahl­rei­che Re­ge­lun­gen, die sich ver­fes­tigt ha­ben, aber von den Leh­rern als über­flüs­sig ein­ge­schätzt wer­den. Die Kar­re steckt im Dreck. Um sie wie­der los­zu­be­kom­men, muss man jetzt auch un­po­pu­lä­re Maß­nah­men tref­fen.

DRES­DEN. Sach­sens neu­er Kul­tus­mi­nis­ter Frank Hau­bitz (par­tei­los) will mit ei­nem neu­en Plan E so­wohl durch kurz­fris­ti­ge als auch durch lang­fris­ti­ge Maß­nah­men die vor­han­de­nen Leh­rer mo­ti­vie­ren und neue Leh­rer ein­stel­len. Herr Mi­nis­ter, Sie über­neh­men das Amt in stür­mi­schen Zei­ten. Was be­wegt Sie am meis­ten? Wir müs­sen im Fe­bru­ar und im Som­mer mehr als 2000 neue Leh­rer in Voll­zeit ein­stel­len. Wenn wir viel Glück ha­ben, be­kom­men wir viel­leicht die Hälf­te zu­sam­men. Zum Fe­bru­ar rech­ne ich mit et­wa 450 Sei­ten­ein­stei­gern und vie­len of­fe­nen Stel­len. Das funk­tio­niert dann nur, wenn die Leh­rer im Sys­tem mehr ar­bei­ten. Im Som­mer ist es ähn­lich. Das al­les ist ei­ne ziem­lich be­ängs­ti­gen­de Si­tua­ti­on. Bei Ih­rer Er­nen­nung ha­ben Sie sich 21 Ta­ge Be­denk­zeit er­be­ten, be­vor Sie Ih­re Plä­ne der Öf­fent­lich­keit vor­stel­len. Was ist das Re­sul­tat die­ser drei Wo­chen? Der Plan E. Plan E?

Ja, E soll für Er­folg ste­hen. Ich ha­be in den ver­gan­ge­nen Wo­chen vie­le Ge­sprä­che ge­führt, um ab­zu­wä­gen, was mach­bar ist, was nach­hal­tig sein könn­te und was so­fort pas­sie­ren muss. Re­sul­tat ist ein Plan E, der aus zwei Pha­sen be­steht. Wir brau­chen kurz­fris­ti­ge Im­pul­se, um die Pro­ble­me des nächs­ten Schul­jahrs zu lö­sen, und wir brau­chen lang­fris­ti­ge Lö­sun­gen. Was soll gleich ge­sche­hen?

Ich bie­te den Schu­len am heu­ti­gen Mitt­woch per Schul­lei­ter­brief an, mehr in die Ei­gen­ver­ant­wor­tung zu ge­hen. Die Re­de ist von ei­nem Ka­ta­log mit 24 mög­li­chen Maß­nah­men, um et­was Last von den Leh­rern in Grund­schu­le, Ober­schu­le, Gym­na­si­um und Be­rufs­schu­le zu neh­men. Die Maß­nah­men sol­len Bü­ro­kra­tie ab­bau­en, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren an die Schu­le ge­tra­gen wur­de und letzt­end­lich nur hemmt. Bei­spiels­wei­se?

Es gibt zahl­rei­che Re­ge­lun­gen, die sich ver­fes­tigt ha­ben, aber von den Leh­rern als über­flüs­sig ein­ge­schätzt wer­den. Bei­spiels­wei­se die Prä­senz­zeit wäh­rend der Fe­ri­en. Ein Mit­glied der Schul­lei­tung oder ein Leh­rer muss in Zei­ten des Mo­bil­te­le­fons nicht ei­nen gan­zen Tag in der Schu­le war­ten, dass je­mand an­ruft. Schul­lei­ter müs­sen nicht je­den Mo­nat ei­ne Di­enst­be­ra­tung durch­füh­ren, vie­les lässt sich per Aus­hang klä­ren. Auch am Gym­na­si­um gibt es Mög­lich­kei­ten. Dort wer­den die Ab­schluss­ar­bei­ten zu­nächst von ei­nem Leh­rer kor­ri­giert. Dann wer­den sie ge­tauscht und au­ßer Haus zum zwei­ten Mal kor­ri­giert. Un­ter Um­stän­den dau­ert das lan­ge. Des­halb soll künf­tig die Zweit­kor­rek­tur in der Schu­le mög­lich sein. Nicht al­les trifft auf je­de Schu­le zu, man­ches wird auch schon ge­macht. Was ist mit der Bil­dungs­emp­feh­lung?

Sie soll ab Schul­jahr 2018/19 ab­ge­speckt wer­den. Bis­her be­stand sie aus den No­ten und ei­ner Beur­tei­lung ei­nes Schü­lers. Die Beur­tei­lung muss künf­tig nicht mehr er­fol­gen. Das ent­las­tet die Leh­rer deut­lich. All das kos­tet nichts, es muss aber um­or­ga­ni­siert wer­den. Wie kann man aber den Un­ter­richt ge­währ­leis­ten? Im nächs­ten Schritt muss der Schul­lei­ter ver­su­chen, in sei­nem Sys­tem das Ar­beits­vo­lu­men an­zu­he­ben. Fast ein Drit­tel al­ler Leh­rer ar­bei­tet in Teil­zeit. Die kön­nen – nach den Be­dürf­nis­sen an der Schu­le – an­ge­spro­chen wer­den. Da­für muss der Schul­lei­ter ih­nen ei­ne ent­spre­chen­de Ent­loh­nung an­bie­ten. So kann ein Leh­rer, der viel­leicht 58 ist, in die­sem und im kom­men­den Jahr drei St­un­den mehr ar­bei­ten und be­kommt ne­ben gu­ter Be­zah­lung noch ei­nen frei­en Tag. Nach dem drit­ten Jahr ist dann ei­ne Rück­kehr zum vor­he­ri­gen St­un­den­maß wie­der mög­lich. Das kann ein An­reiz für äl­te­re Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen sein. Wel­che lang­fris­ti­gen Plä­ne ver­fol­gen Sie?

Al­le an­de­ren Bun­des­län­der ne­ben Sach­sen su­chen ja auch Leh­rer. Das bis­he­ri­ge Mo­dell im Frei­staat ist nicht auf den Nähr­bo­den ge­fal­len, den man sich er­hofft hat. Die Ak­zep­tanz bei je­nen, die Leh­rer sein wol­len, ist nicht die, die man sich er­war­tet hat. Es wur­de an vie­len Stell­schrau­ben ge­dreht, aber der fi­na­le Schuss wur­de nicht ab­ge­ge­ben. Da sind wir wie­der bei dem un­ge­lieb­ten Wort mit V? Die Ver­be­am­tung ist das nach­hal­ti­ge In­stru­ment, um den Lehr­er­be­darf lang­fris­tig ab­zu­si­chern. Al­le Flä­chen­län­der rings­um ha­ben die Ver­be­am­tung, und sie ha­ben da­mit ei­nen Wett­be­werbs­vor­teil. Da muss man sich als in­tel­li­gen­ter Mensch fra­gen: War­um bie­ten wir dann et­was an, das nicht ge­wollt wird? Wä­re es nicht am ein­fachs­ten, eben­falls zu ver­be­am­ten? Das wä­re ein Si­gnal aus Sach­sen. Al­le Re­fe­ren­da­re und Lehr­amts­stu­den­ten, die hier stu­diert ha­ben, könn­ten ab so­fort im Frei­staat blei­ben. Sie fän­den die glei­chen Be­din­gun­gen vor wie in Sach­sen-an­halt, Bay­ern oder Ba­den-würt­tem­berg. Was macht Sie da so si­cher?

Von den 500 Re­fe­ren­da­ren, die wir im Som­mer ha­ben, kom­men schon 46 Pro­zent aus an­de­ren Bun­des­län­dern. Viel­leicht ha­ben sie hier ei­nen Freun­des­kreis auf­ge­baut. Da wä­re es doch nicht schlecht, ih­nen et­was zu bie­ten, was sie sonst in ih­rem Her­kunfts­bun­des­land be­kom­men. Das nächs­te Pro­blem ist, dass von den ver­blei­ben­den 54 Pro­zent aus Sach­sen noch ein­mal 40 Pro­zent ab­wan­dern. Auch die könn­te man hal­ten. Mit der Ver­be­am­tung er­rei­chen Sie aber nur ein Vier­tel al­ler Leh­rer. Was ist mit den an­de­ren? Die Ver­be­am­tung bis 46 ist ein Knack­punkt, aber auch ein Si­gnal in die Zu­kunft. Sie si­chert die Wett­be­werbs­fä­hig­keit im Kampf um Neu­ein­stel­lun­gen. Für die äl­te­ren Kol­le­gen sind wir da­bei, „wert­schät­zen­de Ele­men­te“auf­zu­bau­en. Da­bei geht es un­ter an­de­rem um Zu­la­gen. Wenn man ei­nen Kol­le­gen vor 25 Jah­ren ver­be­am­tet hät­te, dann be­kä­me er heu­te ein be­stimm­tes Net­to. Ich ver­su­che in Ver­hand­lun­gen mit dem Fi­nanz­mi­nis­ter, die­ses Net­to durch Zu­la­gen aus­zu­glei­chen, um die Un­ge­rech­tig­keit im Lehrer­zim­mer zu ban­nen. Da­zu kommt, dass für die­se Leh­rer ein Rah­men ge­schaf­fen wer­den soll, da­mit sie sich bes­ser auf den Un­ter­richt kon­zen­trie­ren kön­nen. Wie soll das ge­sche­hen? Wenn je­mand 55 ist, muss er nicht mehr Klas­sen­lei­ter sein. Das ist ei­ne zu­sätz­li­che Auf­ga­be, die sehr viel Zeit und Kraft kos­tet. Er soll­te dann auch nicht mehr an ei­ne an­de­re Schu­le ab­ge­ord­net wer­den. Da­mit schaf­fen wir Si­cher­heit für die be­trof­fe­nen Kol­le­gen. Um­ge­kehrt hof­fe ich, dass die­se Kol­le­gen dann auch ein­sprin­gen, wenn Not herrscht. Dass sie se­hen: Der Kul­tus­mi­nis­ter macht, was mög­lich ist. Er wert­schätzt un­ser Le­bens­werk. Wir ha­ben 25 Jah­re die­ses Bil­dungs­sys­tem auf­ge­baut. Er will das nicht zer­stö­ren. Er er­hält es und ver­sucht, es wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Glau­ben Sie denn, dass der Fi­nanz­mi­nis­ter die Scha­tul­le öff­nen wird? Die jüngs­te Klau­sur der Cdu-frak­ti­on hat sich für Schul­den­ab­bau aus­ge­spro­chen? Ich bin da­zu stän­dig in Ge­sprä­chen – mit Cdu-frak­ti­on, mit Spd-frak­ti­on. Ich bin in Ar­beits­krei­sen, füh­re Ein­zel­ge­sprä­che und wer­be für die­ses Mo­dell. Ha­ben Sie auch mit dem de­si­gnier­ten neu­en Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Micha­el Kret­sch­mer dar­über ge­spro­chen? Wir ha­ben dar­über ge­spro­chen. Mit wel­chem Re­sul­tat?

Wenn ich ein an­de­res Mo­dell fin­de, das er­folg­ver­spre­chen­der ist, dann muss man neu über­le­gen. Aber im Mo­ment gibt es kei­ne an­de­re Mög­lich­keit. Ich ste­cke im Moor und ha­be links ei­nen Ast, um mich her­aus­zu­zie­hen. Wenn ich rechts auch ei­nen hät­te, könn­te ich mich auch dort her­aus­zie­hen. Aber den ha­be ich nicht. Des­halb kann ich den lin­ken grei­fen – das ist die Ver­be­am­tung – oder in die Hän­de klat­schen und sang- und klang­los un­ter­ge­hen. Wir brau­chen den gro­ßen Wurf. Glau­ben Sie, dass das an­ge­kom­men ist?

Ich glau­be, Ein­zel­ge­sprä­che sind sehr wich­tig. Ich kann nicht von je­dem Ab­ge­ord­ne­ten ver­lan­gen, dass er weiß, dass al­le Flä­chen­län­der au­ßer Sach­sen ver­be­am­ten. Ich ha­be die Ab­ge­ord­ne­ten mit Fak­ten aus­ge­stat­tet, auf de­ren Grund­la­ge sie jetzt viel­leicht an­ders den­ken. Was pas­siert, wenn Sie Hoff­nun­gen bei den Leh­rern we­cken, die Sie nicht er­fül­len kön­nen? Das wä­re das Schlimms­te, was pas­sie­ren könn­te. Aber ich ha­be kei­ne an­de­re Wahl. Die Kar­re steckt im Dreck. Um sie wie­der los­zu­be­kom­men, muss man jetzt auch un­po­pu­lä­re Maß­nah­men tref­fen. Das ist mei­ne fes­te Über­zeu­gung und ich glau­be, auch die po­li­tisch Ver­ant­wort­li­chen sind sich ih­rer Ver­ant­wor­tung be­wusst und wer­den ir­gend­wann sa­gen: Ja, pro­bie­ren wir es mal. Wir müs­sen uns ja nicht für im­mer fest­le­gen. Viel­leicht öff­nen wir den Ver­be­am­tungs­kor­ri­dor ein­fach ein­mal für fünf Jah­re. Und dann schau­en wir, wie wett­be­werbs­fä­hig wir ge­wor­den sind. Ich hof­fe je­den­falls, dass ich mit der lang­fris­ti­gen Ziel­ori­en­tie­rung Ver­be­am­tung schon im Som­mer ei­ni­ge Pro­ble­me ver­rin­gern kann. Von wel­chen fi­nan­zi­el­len Di­men­sio­nen ge­hen Sie da­bei aus? Da­für ist das Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um zu­stän­dig. Da will ich nicht spe­ku­lie­ren. Ich sa­ge aber mal so: Ich bin ein gei­zi­ger Mensch. Doch wenn ich ein Pro­dukt fin­de, von dem ich über­zeugt bin, weil es mir gut­tut, dann fas­se ich rich­tig zu. Denn: We­nig be­zahlt, ist dop­pelt be­zahlt.

Frank Hau­bitz

Foto: Dietrich Flecht­ner

Der neue Kul­tus­mi­nis­ter des Frei­staats, Frank Hau­bitz, will mit vie­len neu­en Ide­en und auch Geld fri­schen Wind in das säch­si­sche Bil­dungs­sys­tem brin­gen.

Foto: dpa

Flei­ßi­ge Schü­ler in ei­ner Grund­schu­le. Künf­tig soll die Bil­dungs­emp­feh­lung in Sach­sen deut­lich ab­ge­speckt wer­den.

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