KOM­MEN­TAR

Dresdner Neueste Nachrichten - - SACHSEN UND MITTELDEUTSCHLAND - VON OLAF MA­JER

Man soll Fes­te fei­ern – und fes­te fei­ern! Sagt der Volks­mund. Die EKD er­öff­ne­te vor zehn Jah­ren die gro­ße Re­for­ma­ti­ons­fe­te mit dem Bi­bel­vers: „Am An­fang war das Wort“. Das letz­te Wort ge­hört nun lei­der den Kri­ti­kern und ih­rem Spott­vers­lein: „Mund voll, Kas­sen leer.“

Dass das Fest zu Eh­ren Lu­thers und der Re­for­ma­ti­on man­chem lieb und an­de­ren viel zu teu­er wur­de, kann man den Or­ga­ni­sa­to­ren nur be­dingt vor­wer­fen. Bei der Pla­nung war die Ter­ror­ge­fahr in Deutsch­land noch nicht so do­mi­nant, kost­spie­li­ge Si­cher­heits­auf­la­gen so noch nicht ab­seh­bar.

Den­noch: Dass die Be­su­cher­zah­len der­art deut­lich hin­ter den Er­war­tun­gen zu­rück­blie­ben, ist nicht al­lein mit der Angst vor An­schlä­gen be­gründ­bar. Zum Fei­ern ist schlicht und ein­fach vie­len nicht zu­mu­te. Die Ba­sis, die seit je­her Kir­chen­ta­ge trägt und be­lebt, fin­det in den Orts­ge­mein­den ak­tu­ell eher Grund zum Kla­gen. Pfarr­stel­len wer­den ge­stri­chen, Kir­chen­be­zir­ke im­mer grö­ßer, Got­tes­diens­te zeit­lich und per­so­nell ge­streckt. Der Spar­kurs

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