Mil­lio­nen­för­de­rung für Al­gen­for­schung

Dresdner Neueste Nachrichten - - SACHSEN UND MITTELDEUTSCHLAND -

JE­NA. Ein Pro­jekt der Uni­ver­si­tät Je­na mit Part­nern in Leip­zig, Halle und Bern­burg zur Er­for­schung von Al­gen als Nähr­stof­fe för­dert das Bun­des­for­schungs­mi­nis­te­ri­um mit 1,2 Mil­lio­nen Eu­ro. Die Un­ter­stüt­zung für das Ver­bund­vor­ha­ben „No­val“zur Er­schlie­ßung neu­er Al­gen­ar­ten und Ver­ar­bei­tungs­tech­no­lo­gi­en lau­fe über drei Jah­re, teil­te die Hoch­schu­le ges­tern mit. Von den schät­zungs­wei­se bis zu 500 000 Al­gen­ar­ten wür­den bis­lang nur 20 in­dus­tri­ell kul­ti­viert, um aus ih­nen zum Bei­spiel Ome­ga-3-fett­säu­ren zu ge­win­nen. „Vor die­sem Hin­ter­grund ver­folgt un­ser Pro­jekt das Ziel, bis­her un­ge­nutz­te Al­gen­ar­ten als Qu­el­le für die Pro­duk­ti­on von wert­vol­len ge­sund­heits­för­dern­den Nähr­stof­fen in Le­bens­mit­teln zu nut­zen“, er­klär­te Er­näh­rungs­wis­sen­schaft­le­rin Gabriele Stangl von der Mar­tin-lu­ther-uni­ver­si­tät Hal­leWit­ten­berg, die das Pro­jekt ko­or­di­niert.

Ge­gen­wär­tig stel­len Fi­sche und Mee­res­früch­te die wich­tigs­te Qu­el­le für die lang­ket­ti­gen Ome­ga-3-fett­säu­ren dar. Welt­weit steigt der Be­darf an die­sen Nähr­stof­fen je­doch wei­ter, wäh­rend ein Groß­teil der welt­wei­ten See­fisch­be­stän­de be­reits jetzt über­nutzt ist.

Foto: M7r­tin Pelzl

Ist 174 St­un­den nicht zu er­rei­chen: der hal­le­sche Haupt­bahn­hof.

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