„Ju­gend­wort“ge­sucht: „geht fit“und „na­pfli­xen“vor­ne

Dresdner Neueste Nachrichten - - KULTUR -

Der Count­down läuft: Der Lan­gen­scheidtver­lag sucht wie­der nach dem „Ju­gend­wort des Jah­res“. In ei­ner On­li­ne-ab­stim­mung ste­hen 30 ver­schie­de­ne Be­grif­fe zur Wahl. Ei­ne Aus­wahl: „Noice­mail“als Aus­druck für ei­ne ner­vi­ge Sprach­nach­richt, „Teil­zeittar­zan“als Be­zeich­nung für je­man­den, der sich manch­mal af­fig ver­hält, „trum­pe­ten“für gro­ße Ver­spre­chen ma­chen, oh­ne an die Fol­gen zu den­ken, und „fer­men­tie­ren“für kon­trol­lier­tes Gam­meln.

Die Ab­stim­mung läuft noch bis Mitt­woch­nacht. Die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung trifft aber ei­ne Ju­ry zwei Tag spä­ter. Sie wählt un­ter den Top zehn ei­nen Fa­vo­ri­ten aus. Vor­ne lag jüngst der Zwei­tei­ler „geht fit“, als Be­zeich­nung für et­was, das sehr gut läuft und „na­pfli­xen“für ein Ni­cker­chen wäh­rend ei­nes Films.

Im ver­gan­ge­nen Jahr lag in der On­li­neAb­stim­mung das Wort „is­so“(Zu­stim­mung oder Un­ter­strei­chung von et­was) vor­ne. Die Ju­ry kür­te aber mit „Fly sein“ei­nen Be­griff aus der Hip-hop-spra­che, der so viel be­deu­ten soll wie je­mand oder et­was „geht be­son­ders ab“.

2015 war das Ju­gend­wort „Smom­bie“, ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus Smart­pho­ne und Zom­bie, die je­man­den be­schreibt, der von sei­ner Um­welt nichts mehr mit­be­kommt. Die Wahl ist ei­ne Wer­be­ak­ti­on des Lan­gen­scheidt-ver­lags und fin­det in die­sem Jahr zum zehn­ten Mal statt. Oft wird da­bei dis­ku­tiert, ob das Sie­ger-wort wirk­lich dem Sprach­ge­brauch von Ju­gend­li­chen ent­spricht.

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