Archäo­lo­gen ent­de­cken in Frank­furt Göt­ter­sta­tu­en

Dresdner Neueste Nachrichten - - KULTUR -

Nach der Ent­de­ckung ei­nes rö­mi­schen Tem­pel­be­zirks hat das Denk­mal­amt Frank­furt am Main wei­te­re Fun­de wie Sta­tu­en von ver­schie­de­nen Gott­hei­ten in der Rö­mer­stadt in Frank­furt-hed­dern­heim vor­ge­stellt. „Sol­che Fun­de las­sen sich eu­ro­pa­weit an ei­ner Hand ab­zäh­len“, sag­te Andrea Ham­pel, Lei­te­rin des Denk­mal­am­tes, ges­tern. Sie be­zeich­ne­te die neus­ten Ent­de­ckun­gen als wis­sen­schaft­li­ches Neu­land und ei­ne Sen­sa­ti­on. Nach den Fun­den kön­ne man sich nun mit der Fra­ge be­schäf­ti­gen, wie das da­ma­li­ge Tem­pel­le­ben aus­ge­se­hen ha­be, sag­te Ham­pel.

Nor­ma­ler­wei­se finden die For­scher nach Ham­pels Wor­ten meist nur „Müll“der Rö­mer, vor al­lem al­te Va­sen und Be­häl­ter aus Ke­ra­mik. Zu den ak­tu­el­len Fun­den ge­hö­ren auch ei­ne klei­ne Sta­tue der Jagd­göt­tin Dia­na so­wie Res­te ei­ner Sta­tue des für den Han­del zu­stän­di­gen Got­tes Mer­kur, von der nur So­ckel und ein Fuß er­hal­ten sind. Ham­pel und ihr Team da­tie­ren die neu­en Fun­de auf das Jahr 246 nach Chris­tus.

Die Fi­gu­ren müs­sen nach An­ga­ben der For­scher ih­rer­zeit ex­trem teu­er ge­we­sen sein. Dies sei ein Hin­weis auf die Rol­le, die der Han­del schon zur Rö­mer­zeit in der Stadt spiel­te. Die rö­mi­sche Stadt Ni­da ha­be of­fen­sicht­lich über ei­nen be­deu­ten­den Tem­pel ver­fügt.

Seit Mai 2016 be­ar­bei­ten Archäo­lo­gen das rund 4.000 Qua­drat­me­ter gro­ße Grund­stück im Zen­trum der ehe­ma­li­gen rö­mi­schen Stadt in Frank­furt-hed­dern­heim. Nach An­ga­ben des Denk­mal­am­tes stan­den dort im zwei­ten oder drit­ten Jahr­hun­dert nach Chris­tus fünf Tem­pel und ei­ni­ge wei­te­re Ge­bäu­de.

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