Doch No­ro­vi­ren in Fe­ri­en­la­ger nach­ge­wie­sen

An­z2hl der Er­kr2nk­ten in R2u­en­stein steigt 2uf 50

Dresdner Neueste Nachrichten - - SACHSEN UND MITTELDEUTSCHLAND - VON ANTJE LAUSCHNER

RAUENSTEIN. No­ro­vi­ren sol­len er­neut Ur­sa­che für die mas­sen­haf­te Er­kran­kung von Ju­gend­li­chen und Be­treu­ern in ei­nem Fe­ri­en­la­ger im thü­rin­gi­schen Rauenstein (Land­kreis Son­ne­berg) sein. In dem Er­bro­che­nen von Be­trof­fe­nen sei der Er­re­ger nach­ge­wie­sen wor­den, teil­te das Land­rats­amt am Frei­tag mit. Zu­dem stieg die An­zahl der Er­krank­ten mit Brech­durch­fall auf 50. Ihr Zu­stand sei aber sta­bil, hieß es. Rund 200 Ju­gend­li­che aus Bran­den­burg wa­ren seit Mon­tag im Fe­ri­en­la­ger.

Ein Teil der er­krank­ten und der nicht er­krank­ten Gäs­te ist be­reits pri­vat ab­ge­reist. Die rest­li­chen Ju­gend­li­chen sol­len am Sams­tag mit Rei­se­bus­sen die Heim­rei­se an­tre­ten.

Erst vor et­wa zwei Wo­chen wa­ren 45 Schü­ler und ih­re Be­treu­er in dem Fe­ri­en­la­ger am No­ro­vi­rus er­krankt. Ei­ni­ge von ih­nen muss­ten we­gen be­son­ders schwe­rer Sym­pto­me in Kran­ken­häu­sern be­han­delt wer­den. Dar­auf­hin wur­de die An­la­ge ge­schlos­sen und von ei­ner Spe­zi­al­fir­ma ge­rei­nigt und des­in­fi­ziert. Am Mon­tag die­ser Wo­che öff­ne­te das Fe­ri­en­la­ger wie­der.

Ob die­ser Fall mit dem ak­tu­el­len zu­sam­men­hängt, konn­te das Land­rats­amt am Frei­tag­mit­tag noch nicht sa­gen. Die Un­ter­su­chun­gen dau­er­ten an, hieß es. Nach Un­ter­su­chun­gen von Stuhl­pro­ben Be­trof­fe­ner wa­ren am Don­ners­tag No­ro­vi­ren als Ur­sa­che zu­nächst aus­ge­schlos­sen wor­den. Weil das No­ro­vi­rus hoch an­ste­ckend ist, greift es oft in Ge­mein­schafts­ein­rich­tun­gen um sich.

Ei­gen­tü­mer Mat­thi­as te Kam­pe sprach be­reits nach den Er­kran­kun­gen von mehr als 25 000 Eu­ro, die er im Zu­sam­men­hang mit dem Vi­rus­be­fall durch Stor­nie­run­gen und die Schlie­ßung ein­ge­büßt ha­be. „Wir woll­ten die­ses Jahr ei­gent­lich noch ein neu­es Ge­bäu­de bau­en“, sag­te te Kam­pe. Die­se und an­de­re In­ves­ti­tio­nen sei­en nun nicht mehr mög­lich.

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