Luft­han­sa und Rya­nair lie­fern sich Schar­müt­zel um Ni­ki­flie­ger

Luft­han­sa hat al­le Lea­sing­ver­trä­ge mit Lau­da­mo­ti­on ge­kün­digt

Dresdner Neueste Nachrichten - - WIRTSCHAFT -

FRANK­FURT/WI­EN. Nach der Über­nah­me der Flug­ge­sell­schaft Lau­da­mo­ti­on in Wi­en durch Rya­nair zieht die Luft­han­sa bei den Ös­ter­rei­chern die Dau­men­schrau­ben an. Die Luft­han­sa hat die Ver­trä­ge für neun Flug­zeu­ge ge­kün­digt, die sie der­zeit an Lau­da­mo­ti­on ver­mie­tet hat. Das ent­spricht fast der Hälf­te der Flot­te des ös­ter­rei­chi­schen Fe­ri­en­flie­gers, der im Früh­jahr die Nach­fol­ge der frü­he­ren Air-ber­lin-toch­ter Ni­ki an­ge­tre­ten hat­te. Lau­da­mo­ti­on sei ih­ren Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen „zum wie­der­hol­ten Ma­le nicht wie ver­ein­bart nach­ge­kom­men“, be­grün­de­te ges­tern die Luft­han­sa den Schritt.

Die deut­sche Air­line kann die Ma­schi­nen nach ei­ge­nen An­ga­ben bei ih­rer Bil­lig­mar­ke Eu­ro­wings gut ge­brau­chen. Noch ha­be die Kün­di­gung der Ver­trä­ge mit Lau­da­mo­ti­on aber nicht ge­grif­fen. Da­zu ste­he be­reits ein Ge­richts­ter­min an, sag­te ein Spre­cher.

Die Eu-kom­mis­si­on hat­te am Don­ners­tag zu­ge­stimmt, dass Rya­nair drei Vier­tel der An­tei­le an Lau­da­mo­ti­on über­nimmt. Der ös­ter­rei­chi­sche Ex-renn­fah­rer und Luft­fahrt­un­ter­neh­mer Ni­ki Lau­da hat­te nach den Plei­ten von Air Ber­lin und Ni­ki die einst von ihm ge­grün­de­te Ni­ki über­nom­men und im März als Lau­da­mo­ti­on­neu an den Start ge­bracht. Kurz dar­auf hol­te er Rya­nair als An­teils­eig­ner ins Boot.

Rya­nair warf der Luft­han­sa am Don­ners­tag vor, fäl­li­ge Zah­lun­gen von 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro an Lau­da­mo­ti­on ver­zö­gert zu ha­ben. Die Kün­di­gung der Miet­ver­trä­ge für neun Flug­zeu­ge nann­te Rya­nair ei­nen wei­te­ren Ver­such der Luft­han­sa, Lau­da­mo­ti­on „zu de­sta­bi­li­sie­ren und zu schä­di­gen“. Das wies die Luft­han­sa zu­rück.

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