Us-au­to­rin Meg Wo­lit­zer und ih­re Rol­le in der #Me­too-be­we­gung

Sturz von CSU-CHEF See­ho­fer scheint un­ver­meiz­lich

Dresdner Neueste Nachrichten - - ERSTE SEITE - VON MAR­KUS DE­CKER

Kommt es bei der baye­ri­schen Land­tags­wahl zum er­war­te­ten po­li­ti­schen Erd­be­ben – sprich: ei­ner ver­nich­ten­den Nie­der­la­ge für die CSU – hät­te dies ver­mut­lich Aus­wir­kun­gen auch auf die Gro­ße Ko­ali­ti­on in Ber­lin. Es wird je­den­falls mit bun­des­po­li­tisch auf­re­gen­den Zei­ten ge­rech­net.

Als bei­na­he si­cher gilt, dass Horst See­ho­fer von den Par­tei­freun­den für die Schlap­pe ver­ant­wort­lich ge­macht wird. Dies deu­te­te sich beim jüngs­ten Csu-par­tei­tag schon an. Die Fol­ge dürf­te sein, dass er den Par­tei­vor­sitz ver­liert – ent­we­der an Mi­nis­ter­prä­si­dent Mar­kus Sö­der oder an den Vor­sit­zen­den der Csu-lan­des­grup­pe im Bun­des­tag, Alex­an­der Do­brindt, die ein­an­der miss­trau­isch be­äu­gen. Oh­ne Par­tei­vor­sitz, so die ver­brei­te­te Ein­schät­zung, wä­re der 69-Jäh­ri­ge auch als Bun­des­in­nen­mi­nis­ter nicht mehr zu hal­ten – zu­mal er für un­be­re­chen­bar ge­hal­ten wird und mit Sö­der ver­fein­det ist.

Nach­fol­ger werden längst ge­han­delt: Bay­erns In­nen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann könn­te eben­so über­neh­men wie der Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tär im Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um, Ste­phan May­er. Do­brindt kä­me theo­re­tisch auch in Be­tracht. Aber er hat sei­nen Ge­ne­ra­lis­ten­job als Lan­des­grup­pen­chef lieb ge­won­nen. Viel hängt da­von ab, wie der Macht­kampf in der CSU aus­geht. Das lässt sich nur schwer kal­ku­lie­ren.

An­zu­neh­men ist, dass die Ner­vo­si­tät in der Ko­ali­ti­on auch jen­seits der Per­so­na­lie See­ho­fer wächst. Nicht zu­letzt un­ter den So­zi­al­de­mo­kra­ten dürf­te die De­bat­te dar­über, ob man nicht bes­ser aus der Bun­des­re­gie­rung aus­stei­gen soll­te, nach dem Wahl­sonn­tag er­neut Fahrt auf­neh­men.

Ge­naue­res wird man in­des erst zwei Wo­chen spä­ter wis­sen. Am 28. Ok­to­ber wird in Hes­sen ein neu­er Land­tag ge­wählt. Auch dort sind – wie in Bay­ern – meh­re­re Ko­ali­ti­ons­va­ri­an­ten im Schwan­ge. Viel­leicht bleibt Vol­ker Bouf­fier (CDU) Mi­nis­ter­prä­si­dent. Viel­leicht wird es sein Kon­kur­rent Thors­ten Schä­fer-güm­bel (SPD). Erst nach dem 29. Ok­to­ber dürf­ten die bun­des­po­li­ti­schen Stra­te­gen ei­nen Strich un­ter die Wahl­rech­nung ma­chen.

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