Nach­wuchs tes­tet sein Schieß­ta­lent

Fe­ri­en­ak­ti­on auf Schieß­stand der Gie­bol­de­häu­ser Schüt­zen­ge­sell­schaft

Eichsfelder Tageblatt - - Eichsfeld - Von Axel Art­mann

Gie­bol­de­hau­sen. Früh übt sich: Die Schüt­zen­ge­sell­schaft von 1954 Gie­bol­de­hau­sen hat am Sonn­abend in­ter­es­sier­tem Nach­wuchs die Chan­ce ge­ge­ben, sein Schieß­ta­lent mit dem Licht­punkt- und auf­lie­gen­dem Luft­ge­wehr zu er­pro­ben und Po­ka­le zu ge­win­nen.

„Es ist leicht“, sag­te der acht­jäh­ri­ge Li­nus und ver­wies dar­auf, dass ihm schon ei­ne „Zehn“ge­lun­gen sei. Das Schie­ßen mit dem Licht­punkt­ge­wehr ma­che ihm viel Freu­de, weil er die Er­geb­nis­se so­fort se­hen kön­ne. Der Gie­bol­de­häu­ser ge­hör­te zu den Teil­neh­mern der Fe­ri­en­ak­ti­on auf dem Stand des Ver­eins.

Auf die At­mung kommt es an

„Meis­tens bleibt ei­ner hän­gen und kommt da­nach in den Ver­ein“, sag­te Mar­kus Wüs­te­feld. Sechs der 17 ju­gend­li­chen Mit­glie­der sei­en wäh­rend der ver­gan­ge­nen Jah­re durch die Teil­nah­me am Fe­ri­en­pro­gramm zur Schüt­zen­ge­sell­schaft ge­sto­ßen, kon­kre­ti­sier­te der Vor­sit­zen­de.

Die Chan­cen ste­hen gut, dass sich die­ser Trend fort­setzt. Der elf­jäh­ri­ge Mar­lon kann sich vor­stel­len, als Schüt­ze im Ver­ein ak­tiv zu wer­den, ob­wohl er schon vie­le Hob­bys ha­be. „Das Luft­ge­wehr ist schwe­rer und lau­ter als das La­ser­ge­wehr“, schil­der­te der Eichs­fel­der sei­nen Ein­druck. „Wenn man falsch at­met, be­wegt man sich und wa­ckelt“, be­schrieb er ei­ne an­de­re Er­fah­rung, Nach­wuchs­schüt­zen zei­gen ihr Ta­lent.

die auch Phil­lip be­stä­tig­te. „At­me ich nicht rich­tig, dann tref­fe ich auch nicht so gut“, er­klär­te der drei Jah­re äl­te­re Ju­gend­li­che, der auch schon bei an­de­ren Ge­le­gen­hei­ten ge­schos­sen ha­be.

Als Gast von der be­nach­bar­ten Schüt­zen­bru­der­schaft Sankt Se­bas­ti­an von 1542 Gie­bol­de­hau­sen kam der elf­jäh­ri­ge Si­mon zu der Ak­ti­on. Er sei be­reits Ju­gend­kö­nig ge­we­sen und ha­be an der Lan­des­meis­ter­schaft in Han­no­ver teil­ge­nom­men. Ihn rei­ze es, durch ent­spre­chen­des Trai­ning die Wett­kämp­fe ge­win­nen zu kön­nen. Ei­ne be­son­de­re Her­aus­for­de­rung sei Bi­ath­lon durch den stän­di­gen Wech­sel von Lau­fen und Schie­ßen.

Wich­tig sei das Zu­sam­men­spiel von Kör­per­hal­tung und At­mung, er­fuh­ren die Teil­neh­mer von den Be­treu­ern der Fe­ri­en­ak­ti­on. Das rich­ti­ge Schie­ßen kön­ne man nur ler­nen durch stän­di­ges Trai­ning, durch stän­di­ge Wie­der­ho­lung, be­ton­te der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de Frank Len­tes und er­gänz­te: „Das muss ei­nem in Fleisch und Blut über­ge­hen, da darf man nicht lan­ge bei den­ken und dann funk­tio­niert es.“

Tipps be­kam der po­ten­zi­el­le Schüt­zen­nach­wuchs auch von ju­gend­li­chen Mit­glie­dern der Schüt­zen­ge­sell­schaft. „Wenn man so rich­tig schön ei­ne Neun oder Zehn ge­trof­fen hat, ist das ei­ne Er­leich­te­rung und ei­ne schö­ne Mo­ti­va­ti­on“, sag­te der 15-jäh­ri­ge Phil­ipp, der lang­fris­tig im Ver­ein blei­ben will und noch auf ei­nen an­de­ren Aspekt ver­wies. „Durch den Schieß­sport wird man kon­zen­trier­ter in der Schu­le.“Au­ßer­dem wür­den die Hän­de ru­hi­ger.

„Die Her­aus­for­de­rung, in Tur­nie­ren ge­gen an­de­re Leu­te zu schie­ßen, ist toll“, mein­te der ein Jahr jün­ge­re Flo­ri­an. Die Teil­nah­me an sol­chen Wett­be­wer­ben bö­te auch die Chan­ce, die Schuss­tech­nik von an­de­ren Schüt­zen zu be­ob­ach­ten und da­durch sei­ne ei­ge­ne Tech­nik zu ver­bes­sern. Wich­tig sei es, über den Bauch zu at­men. „Das ist ein schö­nes Hob­by“, be­rich­te­te Lu­ca. Viel Spaß ma­che ihm „das Ge­win­nen“.

FO­TO: BÄNSCH

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