Über­le­gun­gen zu zen­tra­lem An­mel­de­sys­tem

Grö­ße­re Über­sicht für Du­der­städ­ter Be­darfs­er­mitt­lung für Kin­der­be­treu­ung

Eichsfelder Tageblatt - - EICHSFELD - Von Rü­di­ger Fran­ke

Du­der­stadt. „Wir ha­ben zur­zeit 764 ge­neh­mig­te Plät­ze in zehn Ein­rich­tun­gen“, sagt Fach­be­reichs­lei­te­rin Bet­ti­na St­ein­metz über die Si­tua­ti­on der Kin­der­be­treu­ung in der Stadt Du­der­stadt. Zur­zeit ge­be es Über­le­gun­gen, ein zen­tra­les Sys­tem für die An­mel­dun­gen ein­zu­rich­ten.

„Die bis­lang letz­te Ein­rich­tung, die neu da­zu­ge­kom­men ist, ist die Krip­pen­grup­pe von St. Ra­pha­el, die sie­ben­te in der Stadt“, so St­ein­metz im Aus­schuss für Bil­dung, Kul­tur und Sport. In den Krip­pen stün­den rund 165 Plät­ze zur Ver­fü­gung. Hin­zu kä­men et­wa 50 Plät­ze in vier Groß­ta­ges­pfle­ge­stel­len mit bis zu zehn Kin­dern, zwei Grup­pen in der Kern­stadt so­wie je ei­ne in Brocht­hau­sen und De­sin­ge­ro­de. „Es gibt al­so im Krip­pen­be­reich ein An­ge­bot von cir­ca 215 Plät­zen“, be­rich­tet St­ein­metz. Das ent­spre­che her­un­ter­ge­bro­chen auf die Ge­bur­ten­zah­len ei­ner Quo­te von 60 Pro­zent.

„Die War­te­lis­te konn­te durch die Neu­ein­rich­tun­gen von St. Ra­pha­el und in De­sin­ge­ro­de ab­ge­ar­bei­tet wer­den“, er­zählt die Fach­be­reichs­lei­te­rin. Trotz­dem stün­den im­mer noch Kin­der auf der War­te­lis­te. Die Tat­sa­che, dass es kein zen­tra­les Mel­de­sys­tem ge­be, er­schwe­re die Fest­stel­lung des Be­darfs. „Zur­zeit kön­nen El­tern ih­re Kin­der in al­len Ein­rich­tun­gen an­mel­den“, so St­ein­metz. Des­halb müs­se re­gel­mä­ßig über­prüft wer­den, ob es Dop­pel­mel­dun­gen ge­be. Auch wür­den weg­fal­len­de Be­dar­fe nicht ge­mel­det.

„Wir müs­sen zu ei­ner gu­ten Ana­ly­se kom­men, um den Be­darf zu er­mit­teln“, for­dert Do­ris Glahn (SPD). Wenn zum 1. Ja­nu­ar schon 21 Kin­der auf der War­te­lis­te ste­hen wür­den, müss­ten viel­leicht in den Krip­pen noch wei­te­re Plät­ze ge­plant wer­den. „Wir hat­ten uns im Aus­schuss schon Not­lö­sun­gen über­legt, die wir zum Glück aber wie­der ver­wer­fen konn­ten.“

„Es gibt Din­ge, die nicht plan­bar sind“, sagt der stell­ver­tre­ten­de Aus­schuss­vor­sit­zen­de Man­fred Görth (CDU). Es ge­be vie­le El­tern, die erst ein­mal den Fin­ger hoch­hal­ten, aber sich noch an­der­wei­tig um­schau­en wür­den.des­halb ha­be der Bür­ger­meis­ter ge­sagt, dass es viel­leicht ei­ne zen­tra­le An­mel­dung ge­ben sol­le. „Denn das Vor­hal­ten von Plät­zen kos­tet viel Geld“, so Görth.

„Wir lau­fen lan­des­weit dem Be­darf hin­ter­her“, sagt Lothar Din­ges (Freie Wäh­ler). Für die Stadt Du­der­stadt sei es aber ein Image­fak­tor, nicht nur Plät­ze, son­dern vor al­lem gu­te Plät­ze an­zu­bie­ten. „Wir müs­sen die Rah­men­be­din­gun­gen so ver­än­dern, dass pri­va­te Ta­ges­pfle­ge­stel­len ver­mehrt an­ge­bo­ten wer­den.“Aus die­sem Grund müs­se man mit der Ta­ges­pfle­ge ins Ge­spräch kom­men, an wel­chen Stel­len es ha­pern wür­de. „Wir müs­sen dar­an den­ken, dass au­ßer Bau­plät­zen auch die Kin­der­be­treu­ung ein wich­ti­ger Fak­tor ist, um jun­ge Fa­mi­li­en her­zu­ho­len und hier­zu­be­hal­ten.“Gerd Goe­bel (CDU) er­gänzt, dass er bei der Ein­rich­tung in De­sin­ge­ro­de er­lebt ha­be, dass An­bie­ter ho­he bü­ro­kra­ti­sche Hür­den zu neh­men und dar­über hin­aus ho­he Ei­gen­in­ves­ti­tio­nen zu tä­ti­gen hät­ten.

St­ein­metz er­klärt, dass es be­reits ei­nen in­ten­si­ven Kon­takt zum Land­kreis Göt­tin­gen ge­be, bei dem auch­über­den­auf­bau­wei­ter­er­ta­ges­pfle­ge­stel­len in der Stadt ge­spro­chen wer­de. Auch ge­be es Ge­sprä­che mit wei­te­ren Ta­ges­pfle­gen, de­nen aber bis­lang die Rä­um­lich­kei­ten feh­len wür­den.

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