Mehr als 17 000 Wahl­schei­ne aus­ge­ge­ben

Die Brief­wahl liegt 2017 auch in Göt­tin­gen im Trend

Eichsfelder Tageblatt - - AUS DER REGION - Von Brit­ta Bie­le­feld

Göt­tin­gen. Knapp ein­ein­halb Wo­chen vor der Bun­des­tags­wahl ha­ben be­reits zahl­rei­che Süd­nie­der­sach­sen ih­re Un­ter­la­gen für die Brief­wahl er­hal­ten. Im Be­reich der Stadt Göt­tin­gen wa­ren das knapp 20 Pro­zent. „Bis Di­ens­tag”, so er­klärt der Spre­cher der Stadt Göt­tin­gen, Det­lef Jo­hann­son, sei­en be­reits 17 220 Wahl­schei­ne aus­ge­ge­ben wor­den. Bei 88500 Wahl­be­rech­tig­ten im Stadt­ge­biet Göt­tin­gen ent­spre­che das ei­ner Brief­wahl­quo­te von 19,36 Pro­zent. Für die ver­gan­ge­ne Bun­des­tags­wahl wur­den 17 838 Wahl­schei­ne für die Brief­wahl aus­ge­stellt. “Da wir noch mehr als ei­ne Wo­che vor uns ha­ben, ist ab­seh­bar, dass wir das Er­geb­nis von 2013 ver­mut­lich deut­lich über­tref­fen”, so Jo­hann­son.

Da­mit liegt Göt­tin­gen im Lan­des­trend: In den grö­ße­ren nie­der­säch­si­schen Städ­ten ist der Brief­wahl-an­teil laut Agen­tur­mel­dun­gen im Ver­gleich zur ver­gan­ge­nen Wahl er­kenn­bar ge­stie­gen. Auf An­fra­ge der Deut­schen Pres­seA­gen­tur (dpa) mel­det et­wa Hil­des­heim, dass be­reits mehr als 12 000 der 77 000 Wahl­be­rech­tig­ten die Un­ter­la­gen be­an­tragt hät­ten. Da­mit sei der Wert von 2013 be­reits er­reicht. Im Land­kreis Göt­tin­gen, so Spre­cher Ul­rich Lott­mann, gibt es 255237 Wahl­be­rech­tig­te, 220363 ge­ben ih­re Stim­me im Wahl­kreis 53 ab. In die­sem Wahl­kreis sei­en bis­lang 21 567 Wahl­brie­fe und so­mit knapp zehn Pro­zent an­ge­for­dert wor­den. Die Wahl­brie­fe wer­den un­ter Ver­schluss ge­hal­ten und am Wahl­tag ab 15 Uhr ge­öff­net. Die Er­geb­nis­se der Brief­wahl sind dann be­reits im vor­läu­fi­gen Er­geb­nis ent­hal­ten.

Wer sei­ne Stim­me in ei­nem der Göt­tin­ger Wahl­lo­ka­le ab­ge­ben möch­te, sol­le auf­pas­sen, denn ei­ni­ge ha­ben sich ge­än­dert. Wie die Stadt­ver­wal­tung mit­teilt, ste­hen ei­ni­ge bis­he­ri­ge Rä­um­lich­kei­ten – teils auch auf Dau­er – nicht mehr zur Ver­fü­gung.

Jo­hann­son nennt ein po­si­ti­ves Bei­spiel: „Bis­her muss­ten zum Bei­spiel Be­woh­ner des Hol­ten­ser Bergs in der et­was ab­seits ge­le­ge­nen Ha­gen­berg­schu­le wäh­len ge­hen. Durch die Um­le­gung der ent­spre­chen­den Wahl­lo­ka­le in das Nach­bar­schafts­zen­trum kön­nen die We­ge zum Wahl­lo­kal nun deut­lich ver­kürzt wer­den.” Die Wahl­be­rech­tig­ten des Hol­ten­ser Bergs (Wahl­be­zir­ke 414, 415, 416) kön­nen ih­re Stim­men jetzt in den Rä­um­lich­kei­ten der Beth­le­hem­ge­mein­de in der Lon­don­stra­ße 11a ab­ge­ben. Das Wahl­lo­kal für den Wahl­be­zirk Al­brechttha­er-weg (Num­mer 401) muss­te vom Er­zie­hungs­wis­sen­schaft­li­chen In­sti­tut in die Au­ßen­stel­le der Go­de­hard­schu­le, Al­brecht-von-hal­ler­stra­ße 3, ver­legt wer­den. Das Wahl­lo­kal für den Wahl­be­zirk Rohns­weg (Num­mer 109) be­fin­det sich nicht mehr im Goe­the-in­sti­tut, son­dern im Theo­dor-heuss-gym­na­si­um, Gro­te­fend­stra­ße 1. Auch das bis­he­ri­ge Wahl­lo­kal für den Wahl­be­zirk Ples­se­weg (Num­mer 422) be­fin­det sich nicht mehr im ehe­ma­li­gen Er­zie­hungs­wis­sen­schaft­li­chen In­sti­tut, son­dern eben­falls im ers­ten Ober­ge­schoss des Theo­dor-heuss­gym­na­si­ums. Das bis­he­ri­ge Wahl­lo­kal in der Kir­chen­ge­mein­de St. Pe­tri für den Wahl­be­zirk Alt-we­en­de 1 (Num­mer 409) be­fin­det sich jetzt in der Ver­wal­tungs­stel­le We­en­de in der Hen­ne­berg­stra­ße 11. Eben­falls um­ge­zo­gen ist das Wahl­lo­kal Wind­aus­weg (Num­mer 521) in das Fe­lix-klein-gym­na­si­um in der Böt­tin­ger­stra­ße 17. „Die We­ge in die Wahl­lo­ka­le in den Schu­len und in der Ver­wal­tungs­stel­le We­en­de sind lei­der nicht roll­stuhl­ge­recht“, sagt der Lei­ter des Wahl­re­fe­rats Erik Feß­ler. „Lei­der konn­ten wir kei­ne ent­spre­chen­den Al­ter­na­ti­ven fin­den.“Wahl­be­rech­tig­te mit Mo­bi­li­täts­ein­schrän­kun­gen, die in den ge­nann­ten Wahl­be­zir­ken le­ben, emp­fiehlt Feß­ler, die Mög­lich­keit der Brief­wahl zu nut­zen. Al­ter­na­tiv kön­ne auch ein Wahl­schein be­an­tragt wer­den, um die Stim­me in ei­nem Wahl­lo­kal ei­nes Wahl­krei­ses mit bar­rie­re­frei­em Zu­gang ab­ge­ben zu kön­nen.

88500

Wahl­be­rech­tig­te gibt es im Göt­tin­ger Stadt­ge­biet.

FO­TO: DPA

In Göt­tin­gen, wie auch lan­des­weit, wäh­len im­mer mehr Wahl­be­rech­tig­te per Brief.

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